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So außergewöhnlich sind Baden-Württembergs Weihnachtsmärkte

Lichterspiel in einer Schwarzwaldschlucht, das größte Adventskalenderhaus der Welt oder Glühwein im Bergwerk: Wir zeigen euch fünf außergewöhnliche Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg.

Eingang eines Bergwerks verziert mit Lichterketten und Schmuck, die am Abend leuchten. Auch die Tannen und Wagen drumherum sind geschmückt.

Zur Adventszeit gehört eigentlich immer ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Über 300 davon locken in Baden-Württemberg mit festlicher Atmosphäre, Glühwein, Köstlichkeiten, Kunsthandwerk und mehr. Der Christkindlmarkt Baden-Baden, der Mittelaltermarkt Esslingen sowie die Weihnachtsmärkte in Stuttgart, Heidelberg, Ulm und Freiburg gehören zu den größten und bekanntesten. Doch zwischen ihnen verstecken sich auch noch ein paar außergewöhnliche Weihnachtsmärkte: Ob im Kloster, „unter Tage“, in einer Schwarzwaldschlucht, zwischen Rittern oder mit Blick auf das größte Adventskalenderhaus – sie alle bieten Euch ein besonderes Erlebnis.

An einem Platz mit Weihnachtsmarkt und großem Tannenbaum steht ein mit Leuchten angestrahltes Rathaus. Die Fenster schmücken kunstvolle Motive.
Die Werke weltbekannter Künstler:innen wie Marc Chagall und Andy Warhol zierten in der Vergangenheit bereits das Adventskalenderhaus in Gengenbach.

1. Das weltgrößte Adventskalenderhaus in Gengenbach

In Gengenbach hingegen verwandelt sich das klassizistische Rathaus jeden Winter in das weltgrößte Adventskalenderhaus: Täglich um 18 Uhr öffnet sich eines von 24 Fenstern. Dahinter stecken Kunstwerke namhafter Künstler:innen, wie Olaf Hajek, der 2024 die Besuchenden verzauberte. Der historische Marktplatz bietet die Bühne für die vorweihnachtliche Inszenierung. Glühwein, Punsch und Buden mit den typischen Weihnachtsessen stillen den Appetit auf die saisonalen Leckereien. Die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern sorgt für die passende Stimmung und ab 15 Uhr am Wochenende sowie 17 Uhr unter der Woche gibt es Rahmenprogramm auf einer Bühne.

Öffnungstage: Täglich vom 29. November bis 23. Dezember, wochentags ab 14 Uhr und am Wochenende ab 11:30 Uhr 

Eintritt: kostenlos  

Anreise: Mit einem Regionalexpress nach Offenburg. Von dort aus fährt ein Bus in 25 Minuten bis zum Rathaus Gengenbach. 

Abschlusstipp: Wer zu spät kommt, kann das Adventskalenderhaus mit allen 24 Türchen noch bis zum 6. Januar besichtigen. 

Stand mit der Aufschrift Schabernack auf einem Weihnachtsmarkt mit vielen Glocken. Davor steht ein Mann mit rot-schwarz-karierter Kappe und andere Besuchende.
Huch, in welchem Jahr bin ich denn hier gelandet? Dank der authentisch gestalteten Stände denkt sich das wahrscheinlich so manch eine Person, die zufällig auf den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Durlach stößt.

2. Zwischen Rittern und Gauklern auf dem Durlacher Mittelaltermarkt

Vor der Karlsburg in Durlach tauchen Besuchende während der Weihnachtszeit ins Mittelalter ein. Obwohl es auch neuzeitliche Angebote vor Ort gibt, prägen Feuerkörbe und Kerzenlicht die Stimmung. Gaukler:innen, Ritter:innen und Handwerker:innen ziehen über den Markt und zeigen das Lagerleben. Auf dem Programm des Durlacher Weihnachtsmarkts stehen Schaukampfgruppen und mittelalterliche Live-Musik sowie Einblicke in Handwerksbetriebe oder das Bogenschießen. Für Kinder gibt es außerdem Märchenerzähler und ein mittelalterliches Karussell. Besonderheiten wie „Mäuse-Roulette“ oder Feuershows am Abend ergänzen das Angebot.

Öffnungstage: Täglich vom 26. November bis 21. Dezember, ab 11:30 Uhr 

Eintritt: kostenlos  

Anreise: Entweder mit dem Regionalexpress nach Karlsruhe Durlach und von da aus 15 Minuten zu Fuß. Oder nach Karlsruhe Hbf und mit der Straßenbahnlinie 1 direkt zum Durlacher Schlossplatz.

Weihnachten feiern mit bwegt

Auch dieses Jahr fährt der bwegt-Weihnachtsmann wieder durch Baden-Württemberg und beschert Euch mit Weihnachts-Goodies am Bahnhof. Also Augen offenhalten. Wir verraten auf unserem Instagram-Account sogar Route und Zeiten. Außerdem gibt es beim bwegt-Adventskalender jeden Tag zwischen dem 1. und 24. Dezember Preise zu gewinnen und Spannendes aus der Welt von Bus und Bahn zu entdecken.

Eingang eines Bergwerks verziert mit Lichterketten und Schmuck, die am Abend leuchten. Auch die Tannen und Wagen drumherum sind geschmückt.
Wenn es dunkel wird, sieht der Eingang des Stollens besonders beeindruckend aus. Perfekt für ein Foto.

3. „Tiefer Stollen“ Aalen verwandelt sich in einen Weihnachtsmarkt

Wer den Weihnachtsmarkt im Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“ besucht, taucht in eine andere Welt ab: Mit der Grubenbahn fahren Abenteuerlustige etwa 400 Meter unter die Erdoberfläche in festlich beleuchtete und dekorierte Sandsteinhallen – die passende Atmosphäre für einen außergewöhnlichen Weihnachtsmarkt. Gleichzeitig erhalten historisch Interessierte einen Einblick in die Bergwerksgeschichte. Unter der Erde gibt es rund 40 Stände mit regionalem Kunsthandwerk, Geschenkideen und Dekorationen. Neu in 2025 ist ein ergänzender Markt „über Tage“ mit etwa zehn geschmückten Holzhütten auf dem Parkplatz. Der ist für alle offen und bietet einen Blick auf den festlich geschmückten Stolleneingang. 

Durch den begrenzten Platz ist der Eintritt in den „Tiefen Stollen“ stark limitiert – und für 2025 leider bereits ausverkauft. Der Vorverkauf beginnt jährlich schon im September.  

Öffnungstage: Vom 4. bis 7. Dezember, ab 11 Uhr 

Eintritt: 8,50 € für Erwachsene, 4 € für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 

Anreise: Per kostenlosem Shuttlebus aus Wasseralfingen. Der Bahnhof ist von Aalen aus mit dem Bus zu erreichen oder direkt mit dem Metropolexpress oder mit einem Regionalexpress über Aalen. 

Inmitten eines Klosterhofs mit Fachwerkhäusern sind mehrere Stände eines Weihnachtsmarktes aufgebaut. Es ist dunkel und die Lichter der Stände sorgen für eine gemütliche Stimmung.
Zwischen Fachwerkhäusern und Klostergebäuden drängen sich jedes Jahr die Stände eines Weihnachtsmarkts und sorgen für besinnliche Stimmung. Pluspunkt: weniger Windzug.

4. Bei Glockenklang und Kerzenlicht im Kloster Maulbronn

Ein Weihnachtsmarkt vor der Kulisse eines UNESCO-Weltkulturerbes? Das gibt es in der Adventszeit beim Kloster Maulbronn, einem der besterhaltenen Zisterzienserklöster nördlich der Alpen. Festliche Dekoration ziert die rund 100 Stände im Innenhof. Neben Kunsthandwerk drängen sich strahlender Schmuck und authentische Holz- und Filzarbeiten. Und wer mal wieder einen neuen Adventskranz oder Krippe für das heimische Wohnzimmer benötigt, muss auch nicht lange suchen. An einem Halt beim Evangelischen Seminar Maulbronn kommt aber keiner vorbei: Der Geruch von Suppe, Punsch und selbstgefertigten Überraschungen locken in den Keller der Klostermühle. Außerdem gibt es Führungen durch das Kloster, Märchenstunden für Kinder und der Nikolaus kommt. Musik- und Gesangsgruppen sorgen an verschiedenen Stellen für ein Rahmenprogramm weihnachtlicher Klänge.  

Öffnungstage: Am 6. Dezember ab 12 Uhr und 7. Dezember ab 11 Uhr 

Eintritt: kostenlos 

Anreise: Ab Mühlacker fährt die Buslinie 700 und ab Maulbronn die 735. Metropol- und Regionalexpress fahren beide Bahnhöfe an. 

Bild bei Nacht einer violett angestrahlten Bahnbrücke. Darunter im Tal sind die Hütten eines Weihnachtsmarkts zu sehen.
Jedes Jahr erstrahlt die Ravennaschlucht zur Weihnachtszeit dank festlichen Lichtspiels.

5. Einzigartige Atmosphäre mit Lichtspiel in der Ravennaschlucht

Wer einmal unter dem 40 Meter hohen Viadukt der Höllentalbahn im Schwarzwald gestanden hat, weiß: Diese Kulisse ist wie gemacht für Weihnachtsmagie. Der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht bei Breitnau zählt zu den außergewöhnlichsten in Baden-Württemberg – nicht zuletzt wegen seiner Lage zwischen Bahnbrücke, Felsen, Tannen und Lichterglanz. Rund 40 Stände laden zum Schlendern ein: An einer Stelle beeindruckt Kunsthandwerk, nur wenige Meter weiter lassen regionale Spezialitäten das Wasser im Mund zusammenlaufen. Und wer noch ein paar Geschenkideen braucht, findet diese natürlich auch. Eine Besonderheit ist das Weihnachtspostamt. Ob jung oder alt, zückt Eure Zettel und wünscht Euch was. Oder genießt das Kinderprogramm und lauft den Krippenpfad entlang. Feuerstellen, eine stimmungsvoll beleuchtete Felswand und der Anblick der hell erleuchteten Bahnbrücke runden den Besuch ab.  

Skurril ist hier nicht nur die Lage: Um die umliegende Natur zu schützen, ist der Eintritt streng limitiert. Besuchende müssen vorab Zeitfenster buchen. Diese Regelung sorgt für eine ruhige, fast intime Atmosphäre, aber auch hohe Beliebtheit: Alle 75.000 Tickets für 2025 waren bereits kurz nach Vorverkaufsstart im Oktober vergriffen. Also: Vormerken für nächstes Jahr. 

Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag an den Adventswochenenden 

Eintritt: 6,50 € oder 8,50 € je nach Uhrzeit für Erwachsene, kostenlos für Kinder bis 15 Jahren 

Anreise: Mit der Bahn nach Freiburg, Hinterzarten oder Himmelreich. Von dort aus fährt ein Shuttlebus zum Weihnachtsmarkt. 

Historische Bahn in weiß und rot fährt durch eine Winterlandschaft.
Jedes Jahr ein Hauch von Polarexpress, wenn historische Züge durch die Schneelandschaft Baden-Württembergs fahren.

Noch mehr außergewöhnliche Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg

Da war noch nichts dabei? Kein Problem – neben den genannten Empfehlungen hat Baden-Württemberg weitere außergewöhnliche Weihnachtsmärkte zu bieten: Etwa das Weihnachtsdorf im Vogtsbauernhof. Die SWEG fährt Besuchende sogar mit zeitlich auf die Konzerte vor Ort abgestimmten Sonderzügen nach Hause. So können Besuchende zuhören, Glühwein trinken und entspannt heimkehren. Auch das Konstanzer Weihnachtsschiff, der Altdeutsche Weihnachtsmarkt Bad Wimpfen, das Fest auf der Burg Hohenzollern und der Rudersberger Adventswald bieten sich für einen vorweihnachtlichen Ausflug an. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Viadukts in Hornberg verlegen Stadt und DB Regio den heimischen Weihnachtsmarkt sogar unter ebenjenes Bauwerk – am 5. und 6. Dezember. Darüber fährt eine speziell gestaltete Jubiläumslok. Dies soll die besondere Verbindung zwischen Stadt und Schwarzwaldbahn zeigen. 

Zusatzzüge in der Adventszeit

Weihnachtsmärkte zählen in Baden-Württemberg zu den Großveranstaltungen. Denn insbesondere in der Adventszeit, wenn die Parkplätze in der Stadt von den Geschenksuchenden überlaufen sind und Glätte oder Schnee auf den Straßen warten, nutzen viele Menschen lieber den Öffentlichen Nahverkehr. Um das erhöhte Fahrgastaufkommen zu bewerkstelligen, erweitern die Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen ihre Kapazitäten: mehr Züge, Sonderzüge und teils sogar zur Atmosphäre passende historische Fahrzeuge. Hier findet Ihr einige der diesjährigen Angebote:

29. Nov. 2025:
Schwäbischen Alb-Bahn zur Messkircher Schlossweihnacht auf der Biberbahn (KBS 732.1)

29. / 30.Nov. 2025:
Mit dem Regio-Shuttle zur Klosterweihnacht Bad Wurzach auf der Moorbahn (KBS 752)

6. Dez. 2025:
Mit dem Schienenbus der DB Regio AG zum Engelsabstieg Pfullendorf über die Räuberbahn (KBS 754)

7. Dez. 2025:
Mit dem Schienenbus der DB Regio AG von der Biberbahn zu den Weihnachtsmärkten am Bodensee (KBS 732.1)

7. Dez. 2025:
Mit dem "Roten Flitzer" von Stuttgart zur Kloster-Weihnacht im UNESCO-Kulturerbe Kloster Maulbronn (KBS 772)

13. Dez. 2025:
Taktverdichter mit dem Schienenbus der DB Regio AG auf der Ammertalbahn (KBS 764) zum Tübinger Weihnachtsmarkt

14. Dez. 2025:
Taktverdichter mit dem Schienenbus der DB Regio AG auf der Ammertalbahn (KBS 764) sowie von/nach Reutlingen (KBS 760) zum Tübinger Weihnachtsmarkt

Magazin-Artikel veröffentlicht am 12.11.2025

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