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Vier verschiedene Züge stehen an einem Bahnhof in einer Reihe

So funktioniert der Personennahverkehr auf der Schiene

Täglich sind Millionen Menschen mit dem Zug unterwegs – zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit. Doch wer organisiert eigentlich den Nah- und Regionalverkehr auf der Schiene?

Die Organisatoren des Schienenverkehrs

Von der Planung bis zu den Fahrzeugen: Diese Institutionen arbeiten zusammen, um den Bahnverkehr in Baden-Württemberg möglich zu machen.

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Ministerium für Verkehr

Verantwortlich für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist das Land Baden-Württemberg. Das zuständige Ministerium für Verkehr plant und finanziert den SPNV.

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NVBW

Unterstützt wird das Ministerium von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW). Diese erstellt Fahrpläne, koordiniert den Verkehr und organisiert die Vergabe der Strecken an Verkehrsunternehmen.

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SFBW

Damit moderne und komfortable Züge zum Einsatz kommen, beschafft das Land inzwischen die Fahrzeuge meist selbst. Zuständig dafür ist die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW).

Leere Sitzgruppe in einem bwegt-Zug.

Moderne Züge für Baden-Württemberg

Die Züge des Landes sind im einheitlichen bwegt-Design unterwegs und werden mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. Die Fahrgäste profitieren von WLAN, Steckdosen, Barrierefreiheit und von großzügigen Mehrzweckbereichen für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle.

Bildcollage der EVU-Logos

Eisenbahnverkehrsunternehmen fahren im Auftrag des Landes

Verschiedene Eisenbahnverkehrsunternehmen betreiben die Züge im Auftrag des Landes und stellen das Personal. Jeden Tag fahren die Züge in Baden-Württemberg rund 250.000 Kilometer: die schnellen Regionalexpresse zwischen den großen Städten, S-Bahnen in den Ballungsräumen, Regio-S-Bahnen zwischen Stadt und Land, Regionalbahnen und die Metropolexpresse im Umland der Metropolregion Stuttgart.

Unser Ziel: Mehr Züge, mehr Fahrgäste, mehr Nachhaltigkeit

Symbol für nachhaltiges Zugfahren

Das Land investiert gezielt in einen pünktlichen und klimafreundlichen Nah- und Regionalverkehr auf der Schiene.

Symbol für Menschen

Die Verkehrsunternehmen befördern heute so viele Menschen und betreiben so viele Züge wie noch nie.

Symbol für Haltestellen

Das Angebot wird gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen weiter verbessert und stetig ausgebaut.

Symbol für Vernetzung

Wichtig: Nachhaltige Mobilität soll für alle einfach, zuverlässig und klimafreundlich sein.

Ein Coradia Max Zug fährt durch eine grüne Landschaft

Der Zukunftsfahrplan als zentrales Konzept für die Weiterentwicklung

Das Ministerium für Verkehr hat im Juli 2024 die Entwicklung des "Zukunftsfahrplans" für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) initiiert. Der Zukunftsfahrplan steht für ein effizientes und qualitativ hochwertiges SPNV-Angebot der Zukunft. Dieser schreibt das 2014 vom Ministerium entworfene Zielkonzept 2025 (PDF: 13 MB) fort. Informationen zum Projekt sowie erste Ergebnisse gibt es unter zukunftsfahrplan.de sowie in der Broschüre.

Die Vertragsnetze auf einen Blick

Eine Übersicht über die vom Land Baden-Württemberg aktuell beauftragten Vertragsnetze in der folgenden Streckenkarte. Hinweis: Es gibt neben den unten abgebildeten Netzen noch weitere, sogenannte "Junior"-Netze. Die vollständige Liste aller Netze gibt es auf der Webseite des Ministeriums für Verkehr.

Vertragsnetz wählen:

Fragen und Antworten zum Schienenpersonennahverkehr

Bei Ausschreibungen von Leistungen auf den Schienen im Nah- und Regionalverkehr achtet das Land besonders darauf, dass die Betreiber ein vertraglich fest vereinbartes hohes Qualitätsniveau erfüllen. Darunter fallen etwa ausreichend große Platzkapazitäten, Sauberkeit, Sicherheit, Pünktlichkeit und Anschlusssicherung. Wenn bestimmte formale Voraussetzungen erfüllt werden, erhält der Bieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot den Zuschlag. Die Betreiber müssen mit empfindlichen Strafzahlungen rechnen, wenn sie die Leistungen nach Vertragsabschluss wiederholt oder anhaltend verletzen.

In Baden-Württemberg betreiben derzeit 17 Eisenbahnverkehrsunternehmen den Schienenpersonennahverkehr. Davon fahren 13 Unternehmen im Auftrag des Landes Baden-Württemberg. Mehr Details zu allen Streckenbetreibern unter bwegt.de/eisenbahnverkehrsunternehmen.

Bei Fragen oder Anmerkungen zu den Strecken bitte direkt an das jeweils fahrende Eisenbahnverkehrsunternehmen wenden:

Bei Fragen oder Anmerkungen zum gültigen Fahrplan bitte an die NVBW (Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH) wenden: fahrplan(at)nvbw.de

Der Nah- und Regionalverkehr auf den rund 4.000 Schienenkilometern des Landes ist in einzelne Streckennetze unterteilt. Derzeit werden rund 50 Netze durch die Eisenbahnverkehrsunternehmen betrieben - weitere sind bereits in Planung. Die Netze werden zum Ende ihrer Vertragslaufzeit regelmäßig neu ausgeschrieben. Die aktuellen Vertragsnetze sind oben in der Baden-Württemberg-Karte aufgeführt.

Pro Jahr werden in Baden-Württemberg rund 90 Millionen Zugkilometer vom Land bestellt und finanziert. Um die Mobilität der Menschen zu sichern, schließt die Landesregierung dazu Verträge mit Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und bestimmt dadurch, welche Strecken in welchem Takt und mit welchen Zugtypen bedient werden. In den Verträgen werden Standards unter anderem zur Pünktlichkeit und Sauberkeit der Züge oder der Quote der Zugbegleiter festgelegt. Diese Vorgaben vertragsgerecht einzuhalten, ist Aufgabe des jeweiligen EVU.

Auf der Website des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg gibt es auf der Übersichtsseite zum Thema Streckennetze detaillierte Informationen zu den vergebenen Streckennetze.

Für Fahrten innerhalb der Verkehrsverbundgrenzen gelten die Tickets der jeweiligen Verkehrsverbünde. Für Fahrten über die Verbundgrenzen hinweg stehen bwtarif-Tickets, das Deutschland-Ticket, auch als Deutschland-Ticket JugendBW für junge Menschen, zur Verfügung. Mit Check-in-Check-out Baden-Württemberg, kurz CiCoBW, können Fahrgäste auch per App einchecken und automatisch zum günstigsten Preis fahren – ganz ohne Tarifkenntnisse.

Moderne Züge brauchen moderne Technik. Deshalb wird das Schienennetz in Baden-Württemberg Schritt für Schritt digitalisiert. Zum Einsatz kommen digitale Stellwerke (DSTW) und das Zugsicherungssystem ETCS ("European Train Control System", auf Deutsch: Europäisches Zugsicherungssystem). So können mehr Züge auf derselben Strecke fahren: sicher, pünktlich und zuverlässig. Neben dem Digitalen Bahnknoten Stuttgart werden auch Strecken im ganzen Land umgerüstet. Mehr auf der Themenseite des Ministeriums für Verkehr.

Der Digitale Bahnknoten Stuttgart ist ein zentrales Zukunftsprojekt für mehr Pünktlichkeit, Kapazität und Komfort im Bahnverkehr. Durch modernste digitale Leit- und Sicherungstechnik sollen in der Region Stuttgart künftig mehr Züge fahren – effizienter und zuverlässiger als bisher. Davon profitieren nicht nur Fahrgäste in der Landeshauptstadt, sondern im ganzen Land. Mehr auf der Themenseite des Ministeriums für Verkehr.

Der Schienenpersonennahverkehr ist das Rückgrat des Nah- und Regionalverkehrs. Dort, wo keine Bahn hinfährt, sichern bwregiobusse und flexible bwshuttle-Bedarfsverkehre von früh bis spät den Anschluss an die Schiene – besonders im ländlichen Raum.

bwegt steht für einen nachhaltigen und modernen Nah- und Regionalverkehr in den Städten Baden-Württembergs und auf dem Land. Möglich machen dies tausende Mitarbeiter:innen in vielen unterschiedlichen Bereichen, von der Infrastruktur bis hin zum Regelbetrieb.

In unserem Stellenmarkt können sich Interessierte über die Möglichkeiten und das aktuelle Job-Angebot informieren.

#bwegtBW

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