
Über die Initiative bwegt
bwegt ist die Initiative des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg für Mobilität mit Bahn und Bus. Unter dem Dach von bwegt fahren der schienengebundene Regionalverkehr, die bwregiobusse und On-Demand-Verkehre. bwegt bündelt und präsentiert den Fahrgäste zugleich die vielfältigen Angebote sowie den Fortschritt im öffentlichen Nahverkehr.
Unsere Ziele für den Öffentlichen Personennahverkehr
Zusammen mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und weiteren Partnern arbeitet das Land Baden-Württemberg beständig daran, den Nah- und Regionalverkehr zu verbessern. Damit das Fahren mit Bus und Bahn noch attraktiver und die Zufriedenheit der Fahrgäste nachhaltig gesteigert wird.

Die Strategie für 2030
Für das Jahr 2030 haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Nachfrage im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr im Vergleich zu 2010 zu verdoppeln. In der Broschüre zur Strategie 2030 werden die Handlungsfelder und der Maßnahmenkatalog vorgestellt.
Das Land gestaltet die Zukunft des Nah- und Regionalverkehrs
Wir machen den Nah- und Regionalverkehr Schritt für Schritt besser. Ob auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit: Wir sorgen dafür, dass die Fahrgäste flexibel bleiben und landesweit günstig ans Ziel kommen.
Meilensteine der Mobilität
Mehr Linien, mehr Fahrten, mehr Fahrgäste. Das Land Baden-Württemberg investiert in die Mobilität der Zukunft. Zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung von Effizienz, Standards und Qualität wurden bereits ergriffen. Die wichtigsten, erreichten Meilensteine im Überblick.

Einheitlicher Service für Bahnreisende
Der Betrieb von Fahrkartenautomaten und Verkaufsstellen (Reisezentren) war in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2025 eine Nebenpflicht der Eisenbahnverkehrsunternehmen. Das Land Baden-Württemberg hat die stationären Vertriebsleistungen im Schienenpersonennahverkehr im Südosten des Landes nun erstmals unabhängig von den Verkehrsleistungen für eine Laufzeit von zehn Jahren ab Dezember 2025 ausgeschrieben. Die Leistung wurde schließlich an die Transdev Vertrieb GmbH vergeben.
Im November 2025 war es dann soweit. Das erste bwegt-Fahrgastcenter in Ravensburg wurde eröffnet. Nach und nach folgen weitere Standorte. Neben der Wiedererkennbarkeit der Verkaufsstellen profitieren Fahrgäste auch von zahlreichen weiteren Vorteilen, unter anderem: individuelle Kundenberatung, hohe Beratungsqualität, lange Öffnungszeiten, attraktive Wartemöglichkeiten, Beratung in deutscher und englischer Sprache sowie Ticketkaufmöglichkeiten für den Nah- und Fernverkehr.
Mehr zu den neuen Verkaufsstellen in der Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg.

Elektrische Regionalzüge nachhaltig auf der Strecke
Seit Anfang des Jahres 2024 werden alle elektrischen bwegt-Züge in Baden-Württemberg auf den elektrifizierten Strecken mit 100 Prozent Ökostrom aus erneuerbaren Quellen betrieben. Das heißt, der Strom kommt nur noch aus Wind-, Sonne- oder Wasserquellen. Gleichzeitig wird die Elektrifizierung der Bahnstrecken vorangetrieben. Damit die Züge konsequent mit Ökostrom und somit klimaneutral fahren.
Der Anteil der elektrifizierten Bahnstrecken im Land liegt mit Stand 2024 bei rund 70 Prozent. Bis zum Jahr 2040 sollen in Baden-Württemberg Dieselfahrzeuge vollständig durch elektrisch betriebene Fahrzeuge abgelöst werden. Dies gelingt, indem batterieelektrische Fahrzeuge auf nicht elektrifizierten Strecken eingesetzt werden.

D-Ticket JugendBW
Für Schüler und Schülerinnen, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende sowie Studierende unter 27 gibt es seit Dezember 2023 das D-Ticket JugendBW (ehemals "JugendticketBW"). Damit können junge Menschen für 45 Euro im Monat in ganz Deutschland im Nah- und Regionalverkehr fahren.

CiCoBW
Ohne Tarifkenntnis und Ticketwahl einsteigen, losfahren und mit dem günstigsten Tarif das Land entdecken! Das geht seit Juni 2023 per App mit CiCoBW (Check-in-Check-out Baden-Württemberg). Besonders für Neukunden und Neukundinnen sowie Gelegenheitsnutzer und Gelegenheitsnutzerinnen ist CiCoBW ein attraktives Angebot.

Deutschland-Ticket
Das Deutschland-Ticket wurde im Mai 2023 als bundesweit gültiges Ticket eingeführt und kostet derzeit 63 Euro im Monat. Mit dem Ticket kann günstig im Nah- und Regionalverkehr durch Baden-Württemberg und über die Landesgrenzen hinaus in ganz Deutschland gefahren werden.

Neubaustrecke am Start: In Rekordzeit über die Schwäbische Alb!
Seit Dezember 2022 fährt mit 200 Kilometern pro Stunde Deutschlands schnellster Regionalzug auf der Strecke Wendlingen – Merklingen – Ulm. Die Infrastruktur ist ein Neubau und Teil des Bahnprojekts Stuttgart 21. Mehr dazu in unserem Magazinbeitrag.

Förderprogramm für Bedarfsverkehre initiiert
Mit dem Förderprogramm „On-Demand-Verkehre“ unterstützt das Land Baden-Württemberg seit 2022 seine Stadt- und Landkreise mit Fördermitteln bei der Einführung flexibler, bedarfsorientierter Mobilitätsangebote. Damit soll der Lückenschluss im Linienverkehr gewährleistet werden. Die Bedarfsverkehre sind vollständig in das ÖPNV-System integriert, heißt: die Angebote sind an Bahnhöfen sowie Bus-, Tram- oder S-Bahnhaltestellen angebunden. Also dort, wo es sonst ohne eigenes Auto nicht weitergehen würde. Fahrgäste können dabei ihr gültiges ÖPNV-Ticket nutzen (zum Beispiel Fahrscheine der Verkehrsverbünde, die bwtarif-Tickets, das D-Ticket und ähnliches). Nur in manchen Fällen ist ein kleiner Zuschlag notwendig.
Mehr zum Angebot unter bwegt.de/bwshuttle.

Bahn frei für den Metropolexpress
Im Juni 2021 startete auf der Filstalbahn das Angebot erstmals unter der neuen Zuggattung Metropolexpress, kurz MEX. Aus der bisherigen Regionalbahn „RB16“ wurde der „MEX16“.
Der Metropolexpress verbindet seither zwei Mal in der Stunde die Stadt Stuttgart mit den umliegenden Regionen und sorgt für einen besseren Anschluss auch außerhalb des S-Bahn-Netzes. Das MEX-Angebot wird Jahr für Jahr weiter ausgebaut.
Mehr Informationen zum MEX und zum aktuellen Streckennetz unter bwegt.de/metropolexpress.

Die Regio S-Bahn startet
Mit der neuen Regio S-Bahn ist der Bahnverkehr seit Dezember 2021 in der Region Donau-Iller zwischen Bayern und Baden-Württemberg deutlich attraktiver geworden.
Mehr Informationen zur Regio S-Bahn und zum aktuellen Streckennetz unter bwegt.de/regio-sbahn.

Inbetriebnahme weiterer Streckennetze
Im Juni 2019 nahmen neue Streckenbetreiber ihren Betrieb in Baden-Württemberg auf, darunter beispielsweise Go-Ahead (heute: Arverio) und Abellio (heute: DB Regio Stuttgart). Die neuen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVUs), aber auch die bereits länger unter Vertrag stehenden EVUs, gingen in diesem Jahr zudem mehrheitlich mit neuen hochmodernen Zügen an den Start. Unabhängig vom Betreiber treten die Züge auf den meisten Strecken jetzt im einheitlichen bwegt-Landesdesign an und bringen den Fahrgästen mehr Komfort: Klimaanlage, Klapptische, Steckdosen, barrierefreie Universaltoiletten, Internetzugang über WLAN und vieles mehr.
Eine Übersicht zu allen aktuellen Betreibern gibt es unter bwegt.de/eisenbahnverkehrsunternehmen, weitere Informationen zum Schienen-Streckennetz in Baden-Württemberg unter bwegt.de/schienennetz, Wissenswertes zu den bwegt-Zügen unter bwegt.de/zuege.

Fahrkartenautomaten im bwegt-Design
Design für alle: Die neuen Fahrkartenautomaten im Landesdesign kamen Ende 2018 nach und nach auf die Bahnsteige! Die optisch einheitliche Erscheinung im weiß-gelb-schwarzen Landesdesign erleichtert den Fahrgästen die Orientierung am Bahnhof.

Einführung des landesweit gültigen bwtarif
Um die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs in Baden-Württemberg zu steigern, ist die Vereinfachung des Tarifwesens ein wesentlicher Schritt. Vor Dezember 2018 mussten Fahrgäste oft mehr als ein Ticket lösen, wenn sie über die Grenzen eines der zu dieser Zeit bestehenden 22 (heute 19) Verkehrsverbünde reisen wollten.
Das änderte sich zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 mit der Einführung des neuen, einheitlichen "Baden-Württemberg-Tarifs", kurz bwtarif. Dieser Tarif ermöglicht Fahrgästen Verbundgrenzen-überschreitende Fahrten inklusive der Nutzung des ÖPNV (beispielsweise Busse und Straßenbahnen) am Start- und Zielort mit nur einem einzigen Ticket. Erhältlich waren im bwtarif ab 2018 relationsbezogene Einzelfahrscheine und Tageskarten wie das Baden-Württemberg-Ticket.
Ergänzende Informationen zu bwtarif-Zeitkarten: Im Dezember 2020 wurde das bwtarif-Ticketangebot um Zeitkarten (also zum Beispiel Monats- und Jahreskarten) erweitert. Fahrkarten speziell für Schüler und Schülerinnen sowie Auszubildende wurden im August 2021 ins Tarifsortiment aufgenommen. 2023 wurden dann schließlich sämtliche bwtarif-Zeitkarten durch das neue Deutschland-Ticket (Start im Mai 2023) sowie durch das vergünstigte D-Ticket JugendBW (Start im Dezember 2023) für Schüler und Schülerinnen, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende und Studierende ersetzt.
Alle Informationen zum bwtarif unter bwegt.de/bwtarif.

bwegt zum ersten Mal auf der Schiene
Im Dezember 2017 kam bwegt das erste Mal mit Zügen im weiß-gelb-schwarzen Landesdesign auf die Schiene: auf der "Gäubahn" von der Schweizer Grenze nach Stuttgart sowie auf der "Murrbahn", die von Stuttgart aus die östlichen Regionen bis Schwäbisch Hall und Crailsheim anbindet. Auf diesen, von der DB Regio betriebenen, Streckenabschnitten starteten zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember die ersten 16 "Talent 2"-Züge im neuen bwegt-Design.
Über die Jahre wurde die Fahrzeugflotte stetig vergrößert und umfasst mit Stand Juni 2025 etwa 360 Einheiten. Bis 2035 sollen sich rund 1.000 Fahrzeuge im Landesbestand befinden.
Mehr Informationen zu den bwegt-Zügen unter bwegt.de/zuege.

Vermehrt kostenlose Fahrradmitnahme möglich
Die kostenlose Fahrradmitnahme im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sieht vor, dass montags bis freitags vor 6 Uhr und nach 9 Uhr sowie sams-, sonn- und feiertags ganztags ein Fahrrad pro Reisenden kostenlos mitgenommen werden kann. Die Umsetzung dieses einheitlichen Standards begann Ende April 2017 und ist bis 2020 auf den meisten SPNV-Strecken erfolgt. Seitdem existieren nur noch sehr wenige Strecken, auf denen die kostenlose Fahrradmitnahme nicht gilt. Das Land Baden-Württemberg ist bestrebt, auch diese Ausnahmen nach Möglichkeit noch weiter zu reduzieren.
Unter bwegt.de/fahrrad gibt es eine Karte zu den Strecken mit kostenloser Fahrradmitnahme zum Download zur Verfügung.

bwegt löst den seit 1999 bestehenden "3-Löwen-Takt" ab
Der Startschuss für "bwegt" fiel am 19. Oktober 2017: die neue Marke für den Nah- und Regionalverkehr in Baden-Württemberg löst zu diesem Zeitpunkt die bisherige Landesmarke 3-Löwen-Takt ab. Am gleichen Tag ging auch die neue bwegt-Website online. bwegt – eine Initiative des Ministeriums für Verkehr des Landes Baden-Württemberg – bündelt und präsentiert seither die Angebote und den Fortschritt im Nah- und Regionalverkehr.
Mehr Informationen zu den Partnern von bwegt unter bwegt.de/partner.

Neuvergabe der Netze und neue Streckenbetreiber
Lange Zeit hat die Deutsche Bahn (DB) das Gros aller Verkehrsleistungen auf der Schiene erbracht. Grundlage hierfür war der 2003 zwischen dem Land Baden-Württemberg und der DB Regio geschlossene sogenannte "große Verkehrsvertrag".
Nachdem der Vertrag mit der DB im September 2016 ausgelaufen ist, erfolgte nach und nach eine Neuvergabe der Verkehrsleistungen. Seither werden die Verkehrsleistungen auf der Schiene in verschiedene räumliche Netze untergliedert und europaweit ausgeschrieben und vergeben. Durch die neue wettbewerbliche Vergabe von Verkehrsleistungen ist die Anzahl der für das Land tätigen Eisenbahnverkehrsunternehmen stetig gestiegen.
Die Überarbeitung der Netzeinteilung und die Neuvergabe der Strecken galt als ein bedeutender Meilenstein. Damit verbunden war das Ziel, den Wettbewerb im Schienenpersonennahverkehr zu fördern und die Qualität für die Fahrgäste nachhaltig zu verbessern.
Eine Übersicht zu allen aktuellen Betreibern gibt es unter bwegt.de/eisenbahnverkehrsunternehmen, weitere Informationen zum Schienen-Streckennetz in Baden-Württemberg unter bwegt.de/schienennetz.

Das Land fördert die ersten fünf bwregiobusse
Das Land hat die Förderung von bwregiobussen ins Leben gerufen und im Oktober 2015 den ersten fünf Linien einen positiven Bescheid ausgestellt. bwregiobusse schließen Lücken im Netz des öffentlichen Personennahverkehrs genau dort, wo es nötig ist. Die Busse sind mit Klimatisierung und WLAN ausgerüstet und verkehren zukünftig im Stundentakt zur Verknüpfung von Bus und Bahn.
Aktuelle Informationen zum stetig wachsenden bwegiobus-Streckennetz auf der Themenseite unter bwegt.de/bwregiobus.

Landesanstalt für die Beschaffung von Zügen errichtet
Das Land Baden-Württemberg ist sogenannter Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). In dieser Funktion werden derzeit rund 90 Millionen Zugkilometer pro Jahr bestellt und finanziert. Bei den wiederkehrenden Netzausschreibungen seitens des Landes können sich Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) bewerben und infolge eines Zuschlags die Strecken betreiben.
Das Land Baden-Württemberg fordert bei neuen Netzen moderne Fahrzeuge. Züge sind in der Anschaffung jedoch sehr teuer. Gerade für neue Unternehmen am Markt sind diese kaum finanzierbar.
Um die Finanzierungskosten für die EVU zu senken und den Wettbewerb zu stärken, wurde im März 2015 die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) gegründet. Die SFBW kann – im Vergleich zu den EVU – günstigere Kredite aufnehmen und diese Vorteile weitergeben. So bleibt der Betrieb wirtschaftlich und die Fahrzeuge modern. Die Landesanstalt übernimmt also die Finanzierung sowie die Beschaffung der Züge und verpachtet diese an die Verkehrsunternehmen. Dabei bietet die SFBW den EVU das BW (Baden-Württemberg)-Modell und das LCC ("Life Cycle Costing")-Modell an.
Im BW-Modell tritt die SFBW an die Stelle des Leasinggebers und verpachtet die Züge im bwegt-Design an den Betreiber. Die Fahrzeugauswahl, Beschaffung und Instandhaltung übernimmt das EVU. Dieses profitiert von den günstigen Kreditkonditionen des Landes und trägt kein Restwertrisiko. Im LCC-Modell übernimmt das Land neben der Finanzierung der Züge auch die Verantwortung für die Auswahl, Beschaffung und Instandhaltung.
Mit Stand 2025 werden SFBW-Fahrzeuge in 15 der rund 60 Schienennetze mit insgesamt 358 Fahrzeugen eingesetzt. Das Land plant den Anteil der landeseigenen Fahrzeuge in Baden-Württemberg langfristig zu steigern. Bis zum Jahr 2035 sollen insgesamt 1.000 Fahrzeuge in Landeshand sein.
Weitere Informationen zur SFBW auf der Webseite unter sfbw.info.

Interessensvertretung für die Fahrgäste wird eingesetzt
2012 wird der Fahrgastbeirat als Interessenvertretung aller SPNV-Nutzenden für den vom Land Baden-Württemberg bestellten Schienenpersonennahverkehr (SPNV) gegründet. Als beratendes Gremium ist der Fahrgastbeirat ein wichtiges Bindeglied zwischen den Fahrgästen und dem Land und Ansprechpartner für Wünsche, Anregungen und Kritik von Fahrgästen.
Mehr zum Fahrgastbeirat erfahren unter bwegt.de/fahrgastbeirat.





