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Radfernweg

Albtäler-Radweg - Etappe 3: Vom Brenztal ins Roggental

Von Giengen aus erreichen wir das Eselsburger Tal in Herbrechtingen und verlassen es an der Bindsteinmühle über einen kurzen steilen Anstieg. Nun geht es in leichten Schwüngen über die Kuppenalb und wieder hinunter ins Roggental bis Geislingen.

Weiter durchs Brenztal hindurch gelangen wir nach Herbrechtingen. Durchs Städtchen hindurch führt uns der Radweg kurz vor dem Kloster ins sagenumwobene Eselsburger Tal. Nachdem nun ein dicht besiedelter und von Industrie eingerahmter Brenzabschnitt hinter uns liegt, durchradeln wir jetzt einen Abschnitt, der uns in eine zauberhafte Abgeschiedenheit führt. Imposant begleitet uns eine in Wacholderheiden eingebettete Felsenlandschaft. Die Steinernen Jungfrauen ragen dominant hervor. Genauso idyllisch gibt sich der Ort Eselsburg selbst. An der Bindsteinmühle verlassen wir das Tal und müssen für den Albaufstieg kräftig in die Pedale treten oder kurz absteigen. Oben angelangt, breitet sich eine  typische Albhochfläche vor uns aus und wir tauchen ein in die Karibik der Urzeit. Vor 150 und 15 Millionen Jahren war der Landstrich überflutet von den Urmeeren. Ablagerungen hinterließen zahlreiche Spuren, die wir auf der weiteren Fahrt nun entdecken werden. In Heldenfingen lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Heldenfinger Kliff, wo man sich an einem herrlichen Rastplatz ausruhen kann. Das 15 Millionen Jahre alte Brandungskliff ist einmalig und zeigt noch die Bohrmuschellöcher. In Gerstetten treffen wir im Riff- und Eisenbahnmuseum auf die Überbleibsel des 150 Millionen Jahre alten Jurameeres, die versteinerten Korallen. Hier beginnt die Bahnlinie Lokalbahn Gerstetten-Amstetten. Dieser folgen wir nun bis Gussenstadt. Die zahlreichen Windräder lassen uns schon ahnen, dass die Alb sich hier rauer zeigt.

Kurz vor Waldhausen überqueren wir die Europäische Wasserscheide zwischen Donau und Rhein und verlassen die einstige schnurgerade Römerstraße Richtung Böhmenkirch. Auf der Fahrt durch den Zillerforst queren wir die Ausläufer des Magentales und erreichen den 1275 erstmals urkundlich erwähnten Ort Steinenkirch. Weiter geht es, vorbei an der Ruine Ravenstein, in Richtung Trasenberg zum Lindenhof mit seiner sehenswerten Straußenfarm. Kurz vor Böhmenkirch zweigt der Albtäler nach Treffelhausen ab. Nun geht’s hinunter zum Talende des Roggentals. Am Ortsende von Treffelhausen stoßen wir auf die Eybquelle, die das romantische Flüsschen durchs Roggental speist.

Die „Obere Roggenmühle“ liegt eingebettet im engen Tal und ist heute beliebtes Ausflugsziel mit Forellenzucht. Das sprudelnde Wasser aus dem Mordloch, einer mit Wasser gefüllten Höhle, füllt die Forellenteiche und fließt am Ende der Mühle in die Eyb. Weiter geht es an der Eyb entlang und durch das Naturschutzgebiet „Eybtal“ nach Eybach. 20 markante Weißjura-Felsen, naturnahe Waldbestände, zahlreiche Schluchtwälder und Klingen, Quellen, Bäche, Streuobstwiesen sowie 400 Tier- und Pflanzenarten, die zum Teil auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen, gehören zu den Besonderheiten des Naturschutzgebietes. Hoch über Eybach thront der Himmelsfelsen und im Ort erstrahlt noch das Schloss der Grafen von Degenfeld im klassizistischen Stil. Heraus aus dem naturnahen Roggental erreichen wir Geislingen an der Steige. Den wohl schönsten Ausblick auf das mit viel Industrie durchzogene Geislingen und seine fünf Täler hat man von der Ruine Helfenstein aus.

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Ganz sicher auf „ausgezeichneten" Routen Rad fahren und keine bösen Überraschungen erleben: Die vom ADFC klassifizierten Qualitätsradrouten machen es möglich. Bis zu fünf Sterne zeigen an, welche Qualität Radwanderern auf einer Route geboten wird – schließlich ist auf einer Radreise der Weg das eigentliche Ziel.

Highlights entlang der Route

  • Wanderweg

    Albschäfer-Zeitspur: Über die "Brenzberge" von Giengen nach Hermaringen

    Nochmal einfach die Zeit zurückdrehen, wer wünscht sich das nicht! Als Kind liebten wir alle die Schmusetiere mit dem Knopf im Ohr. Giengen an der Brenz ist die Heimat der Steifftiere. Auf dieser Zeitspur geht es von Kindheitserinnerungen über eine alte Burgruine und Wacholderheiten zu Naturschönheiten an der Brenz.

  • Wanderweg

    Idyllisches Brenztal

    Besichtigungen

    Giengen: Stadtkirche, Spitalkirche, Steiff-Museum der Firma Margarete Steiff GmbH

    Herbrechtingen: Kloster Herbrechtingen, Heimatmuseum in der alten Sägemühle, Naturschutzgebiet „Eselsburger Tal“

    Heidenheim: Burg und Schloss Hellenstein mit Museum Schloss Hellenstein und Museum für Kutschen, Chaisen, Karre, Altstadt am Fuße des Schlossfelsens

  • Kinder- und Familienmuseum

    Steiff Museum

    Giengen an der Brenz ist als Heimat und Geburtsstätte des Teddybären bekannt. Freunde der Kuscheltiere mit dem „Knopf im Ohr“ können ihre Lieblinge dort auf ganz besondere Weise erleben.

  • Fernwanderweg

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    Wer kennt nicht den Teddy mit dem Knopf im Ohr? Giengen ist seine Heimat. Dort startet der Albschäferweg und endet heute in Stetten ob Lontal. Unterwegs trifft man die Schäferin Ruth Häckh mit ihren Schafen und Ziegen und am Ende, im Welterbegebiet "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb", auf den Archäopark Vogelherd und die Mammutjäger aus dem Lonetal.

  • Fernwanderweg

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    Der etwa 158 Kilometer lange und prämierter Rundwanderweg führt auf den Spuren der Schäfer durch typische Landschaftsräume der Schwäbischen Alb, vorbei an herausragenden Kulturschätzen und Zeugen der Erdgeschichte.
    10 Etappen, Wochenendtouren oder Tagesrundtouren auf den Zeitspuren versprechen ein entspanntes Wandervergnügen.

  • Wanderweg

    Albschäferweg - Wochenendtour im Brenz- und Lonetal

    Wer kennt nicht den Teddy mit dem Knopf im Ohr? Giengen ist seine Heimat, hier startet unsere Tour. Unterwegs trifft man die Schäferin Ruth Häckh mit ihren Schafen und Ziegen. Zwei Dinge sind ein Muss - der Archäopark Vogelherd mit seinen Mammutjägern aus dem Lonetal und der Besuch der Charlottenhöhle.

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