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Historisches Gebäude, Kirchzarten (Kernort)

Alte Säge

Bei der Alten Säge in Zartenhandelt es sich um ein besonderes Kulturdenkmal. Die rund 200 Jahre alte Sägerei befindet sich seit mehr als 150 Jahren im Besitz derGemeinde. Auf dem Sägeplatz bei der „Alten Säge“, in Zarten steht seit dem Frühjahr 2011 eine Holzskulptur von Thomas Rees. Die Skulptur erinnert an die Sägemänner, die in der Säge am Mühlbach gewirkt haben, besonders aber an Klaus Baltins, der als letzter „Säger“ in der Zeit von 1981 bis 2005 tätig war. 2005 wurde der Sägebetrieb aufgegeben. Im Jahr 2010 begannen umfangreiche Sanierungsarbeiten und der Umbau zu einem Fest-und Veranstaltungsraum unter Erhalt der historischen Bausubstanz. Diealte Sägetechnik und das Wasserrad können besichtigt werden. DerSägplatz vor der Mühle ist ein Platz für alle Generationen und lädt zum Spielen, Entdecken und Verweilen ein

Die alte Säge in Zarten ist zu einem Schmuckstück geworden. Dank den Fördertöpfen des Denkmalamtes, dem überdurchschnittlichen Einsatz der örtlichen Vereine und nicht zuletzt auch der Gemeindeverwaltung hat Zarten mit der "Alten Säge" einen Ort der Begegnung und der Gemeinschaft  bekommen.

Damit bleibt auch die ursprüngliche Bestimmung der Säge erhalten. Denn seit ihrer Errichtung im Jahr 1799 kam die Säge dem Gemeinwohl zugute.

Vor dem genannten Datum gab es zwar in der weiterenUmgebung diverse Sägen, doch der Aufwand, das Holz dort hin zutransportieren, es sägen zu lassen und wieder nach Zarten zurückzuholen,war immens hoch.

1798 stellte die damalige Ortsverwaltung deshalb einen Antrag an die Vorderösterreichische Verwaltung zum Bau einer Säge am Scherbach. Per berittenem Boten wurde das Schriftstück, das noch heute erhalten und in der Säge zu sehen ist, auf den "Postweg" gebracht. Und obwohl die Mühlen solcher Genehmigungsprozesse schon damals sehr langsam liefen, konnte die Säge bereits im Herbst des Folgejahres das erste Mal zum Holzsägen verwendet werden. Damit wurde das fünfte Mühlrad im Scherbach in Betrieb genommen.

Mit einer für damalige Zeiten recht hohen Leistung von sechs Pferde-stärken wurde die Hochgangsäge betrieben. Und um wieder auf den Gemeinsinn zu sprechen zu kommen: in der Säge waren nie erfahrene und ausgebildete Sägemänner am Werk. Sinn und Zweck war, den Bewohnern von Zarten die Möglichkeit zu bieten, vor Ort ihr Holz zu sägen und überdies  auch in der Säge Arbeit zu finden. So verdiente sich so mancher Bauernjunge sein Zubrot und hatte so für sich und seine Familie die finanziellen Mittel, über den Winter zu kommen. Interessant ist natürlich auch, dass alles vom Baumstamm verwendet wurde. Die Rinde diente als natürlich Dämmung nach außen, denn die Endstücke wurden zu den sogenannten "Dielen" verarbeitet. Die Bretter wurden nicht gerade geschnitten, wie es heute der Fall ist, sondern in der natürlichen Biegung des Baumes belassen. Passende Stücke wurden dann einfach zusammengesetzt. Die Sägespäne wurden an die Bauern als Streu für die Schweine verkauft und der übrige "Abfall" stand für jedes Gemeindemitglied zum Beispiel als Anfeuermaterial zur Verfügung. Eben zum Wohle des Gemeinwohls.

1955 wurde dann eine neue weitere Säge eingebaut, die ebenfalls über das  Mühlrad und mittels der über Kondensatoren weitergeleiteten Kraft betrieben wurde. Erst viel später kam dann Elektrizität in die Säge.

Im Untergeschoss der Säge bekommt man zur verwendeten Technik einen hervorragenden Einblick, wie einfach aber genial schon vor über 200 Jahren die Kraft des Wassers genutzt wurde. Räder aus Eschenholz sind noch zu sehen, die in der ursprünglichen Form die Säge antrieben. Heute sind seltene gusseiserne Zahnräder verbaut, die aber schon sehr lange die Räder aus Eschenholz ersetzen. Die Antriebsbänder sind auch nicht mehr aus Leder, sondern etwas moderner und langlebiger eingespannt.


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