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Ortsteil

Gresgen

Zwischen den Tälern des "Kleinen und Großen Wiesentals" befindet sich das Bergdorf Gresgen, auf einer Hochebene, einem Ausläufer des Belchenmassivs, und bietet eine prachtvolle Sonnen- und Aussichtsterrasse. Gresgen ist staatlich anerkannter Erholungsort.

Der Erholungsort Gresgen liegt 708 Metern Höhe nordwestlich der Stadt Zell im Wiesental auf der Wasserscheide zwischen Großem und Kleinem Wiesental, ist wie Atzenbach in einer Schenkungsurkunde des Adligen Walcho von Waldeck an das Kloster St. Blasien als „Greszkon“ im Jahre 1113 erstmalig erwähnt.

1752 standen in Gresgen 32 Häuser. 1813 waren es 46 mit 48 Nebengebäuden. Das Dorf gehörte zur Vogtei Tegernau und war dort durch einen Geschworenen vertreten. Es erhielt um 1700 einen eigenen Vogt, der Mitte des 18. Jahrhunderts durch einen Stabhalter ersetzt wurde. 1795 beschlossen die Gresger ein eigenes Bürgerhäuslein zur Bestrafung von Mitbürgern einzurichten; demnach war eine eigene niedrige Gerichtsbarkeit gegebenen. Ihre wesentlichen Einkünfte bezog die Gemeinde aus dem Wald, der 1688 wegen der Holzkohlegewinnung für das Hausener Eisenwerk total abgeholzt war. Dass die Gresger immer wieder eigene Wege gingen beweist die Tatsache, dass sie im 18. Jahrhundert durchsetzten, die umfangreichen Brachen und Allmendfelder seien „wahres Eigentum“ der einzelnen Bauern. Daraus ergibt sich, dass sich heute, im Gegensatz zu anderen Dörfern der Umgebung, der größte Teil der Gemarkung in Privatbesitz befindet. Die erste Urkunde über eine Kirche stammt aus dem Jahr 1267.

Die 1556 in der Markgrafenschaft eingeführte Reformation fand ursprünglich keine Gegenliebe bei der Bevölkerung, sie gingen weiterhin in den katholischen Gottesdienst nach Zell. Erst massive Strafandrohungen seitens des Markgrafen bewegte die Gresgener schließlich, den neuen Glauben anzunehmen und die Gottesdienste in Tegernau zu besuchen.

1712 wurden an der Kirche ausgiebige Reparaturen durchgeführt, was 1725 wegen Kollatur (Baupflicht) zu Streitigkeiten zwischen Markgrafen und St. Blasien führte. 1763 war der Bauzustand so schlecht, dass ein Neubau notwendig war. Die Kirche wurde im Jahr 1980/81 erneut renoviert und in den Zustand versetzt wie man sie vor über 200 Jahren erbaute.

Eine eigene Schule ist als Winterschule 1695 erstmals erwähnt. Das alte Schulhaus stand bis 1968 gegenüber des Rathauses, in diesen Jahren wurde das Schulhaus im Gewann Weihermatt erbaut. Seit der Schulreform 1975 ist darin die Grundschule für Adelsberg und Gresgen untergebracht. Die Hauptschüler besuchen seither den Unterricht in Zell. Steigende Schülerzahlen und neue Unterrichtsmethoden sorgten für Raumnot, dadurch wurde 1996 die Schule durch einen Anbau vergrößert. Das umfangreiche Vereinsleben im relativ kleinen Dorf zeugte von innerem Zusammenhalt und weltoffener Bewohner.

Der Gesangsverein existiert seit 1864. Beim Musikverein ist ein volles Haus immer garantiert. Ein Verschönerungsverein sorgt seit 1908 für die Pflege von Landschaft, Weg und Steg und den Fremdenverkehr. Seit 1925 betreibt der Sportverein aktiv Kraftsport. Die Narrenzunft „Altbadische Vogtei Gresgen“ von 1962, pflegt mit Umzugswagen und Ihrem Häs, den Fuhrleuten, bestens alemanischen Fasnachtsbrauchtum. Die Landfrauen dienen der Geselligkeit und Information und sorgen durch verschiedene Märkte für das Wohlbefinden der Gresgener.

Als Zeichen eines vorbildlich funktionierenden Vereinslebens darf die Festhalle gelten, die 1954 von den damalig existierenden Vereinen gemeinsam erbat wurde. Im Laufe der Jahre wurde die Halle jedoch zu klein und man ersetzte sie durch das im Jahre 1999 erbaute Bürgerzentrum. Gresgen hat eine Gemarkung von 706 Hektar (45,14 Hektar Wald) und 480 Einwohner. Das Dorf ist vom Regierungspräsidium als Erholungsort ausgewiesen.

Feriengäste finden ein reichliches Angebot an Ferienwohnungen und Übernachtungsmöglichkeiten. Im Zuge der Gemeindereform entschied sich Gresgen am 1. Oktober 1974 für den Anschluss an die Stadt Zell.

Öffnungszeiten

Keine aktuellen Öffnungszeiten hinterlegt.

Offizieller Inhalt von Zell im Wiesental

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