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Wanderweg

Dachsberg 05: Von Vogelbach zum Kaiser-Rudolf-Platz

Von Vogelbach über Hierbach zum Alpenpanorama am Kaiser-Rudolf-Platz und über Ennersbach und Wolpadingen nach Vogelbach zurück

Sehenswürdigkeiten am Wegesrand:

Vogelbach ist ein typisches Strassendorf. Der Ort hat sienen Namen vom dem Bach, der durch diesen Weiler fliesst. Im Jahre 1303 wird Vogelbach erstmals geschichtlich erwähnt. Bereits 1328 bestanden am Vogelbach zwei Mühlen, die "untere" und die "obere", welche von den Dörfer auf dem südlichen Dachsberg genutzt wurden.

Hierbach wurde im Jahre 1289 als "Huenerbach", von huon = Waldhüter am Bach, erstmals geschichtlich erwähnt. 1684 bestand Hierbach aus 10 Häusern, 1814 standen hier 14 Höfe. In Hierbach lohnt sich die Besichtigung der mächtigen aus Pfarrkirche Seliger Bernhard von Baden. Sie wurde 1887/88 errichtet, der Postaltturm stammt aus 1905.  Als Baumaterial wurde Albtalgranit verwendet, den man aus   einem Steinbruch im Tannhölzle über der Mündung des Vogelbachs in den Ibach bezog. Die Kirche dient als Pfarrei für die Dörfer des südlichen Dachsbergs. Bei der letzten Renovierung 1987/88 wurden weitestgehend die ursprünglichen Formen und Farben beibehalten.

Der Kaiser-Rudolf-Platz zwischen Hierbach und Finsterlingen bietet eine idyllische Aussicht auf die Ortschaft Hierbach mit ihrer mächtigen aus Albtal-Granit erbauten Pfarrkirche Seliger Bernhard von Baden. Bei gutem Wetter geniesst man ein ein tolles Alpenpanorama. Auf dem Platz steht eine Panoramatafel, auf der die höchsten Alpengipfel vermerkt sind. Es gibt die Schutzhütte "Florianshütte", einen Grillplatz und Sitzgelegenheiten. Da das Gebiet des Dachsbergs von 1254 bis 1806 vorderösterreichisch war und somit zu den Habsburgern gehörte, könnte man vermuten, dass der österreichische Kaiser Rudolf II (1552 - 1612) der Namensgeber des Platzes ist. Jedoch war es ganz anders: Der Erbauer der Schutzhütte hiess Rudolf Kaiser.

Das Naturschutzgebiet Ennersbacher Moor mit einer Gesamtgröße von rund 20 ha beinhaltet Hochmoor- und Flachmoorbereiche sowie Teile der angrenzenden Wälder als Lebensraum seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten.  Es ist Teil des Fauna-Flora-Habitats "Oberer Hotzenwald". Das Gebiet umfasst zwei unterschiedlich ausgeprägte Vegetationsbereiche:  Zum einen das eigentliche Ennersbach- oder Dachsbergmoor im Süden, bei dem es sich um ein Hochmoor mit Moorrandwäldern handelt, zum anderen den sich nördlich davon anschließenden, nach Nordwesten ziehenden Taleinschnitt der „Unteren Langwies“ und „Langwies“ mit Flachmoorcharakter. Die Moorbereiche im Naturschutzgebiet Ennersbacher Moor weisen eine auch im moorreichen Hotzenwald nur selten anzutreffende Fülle verschiedener intakter Pflanzengesellschaften auf. Das Spektrum reicht von Niedermoorgesellschaften teils basenreicher, teils basenarmer Standorte über nasse, schlenkenreiche Zwischenmoorbildungen zum Spirkenhochmoor, das in seinen zentralen Teilen als reines Regenwassermoor anzusehen ist.

Wolpadingen erfährt seine erste Erwähnung als "Wolpotingen" im Jahr 1266. Der Ort bestand aus zwei Klosterhöfen von St. Blasien, davon einer Dinghof (Dinggericht ausserhalb Zwing und Bann) für einen weiten Umkreis. Wolpadingen war Namensgeber einer der 8 zu Vorderösterreich gehörenden Hauensteinischen Einungen (einer frühen Form der demokratischen Selbstverwaltung), auch Einung Dachsberg genannt. Der Ursprung der Dorfkapelle, die der Schmerzhaften Mutter Gottes geweiht ist, liegt im Jahre 1855. Sie wurde 1932 abgebrochen und neu aufgebaut.

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