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Land und Leute

Ostern im Ländle

Bald steht Ostern vor der Tür. In vielen Haushalten heißt es dann wieder klassisch: Eier bemalen und Schokohasen ins Osternest packen. Dabei gibt es in Baden-Württemberg einige zum Teil kuriose Bräuche rund um das christliche Fest. Wir haben einen Blick auf faszinierende Traditionen und auf lohnende Ausflugsziele geworfen.

Kostbares Nass

In vielen Gegenden findet man die Tradition des Osterbrunnens. Der Ortsbrunnen wird mit großem Aufwand geschmückt. Dabei kommen österliche Symbole wie das Ei zum Einsatz. Geburtsort dieser Tradition ist wohl die Fränkische Alb. Im Kalksteinuntergrund in der Region versickert das Wasser sehr schnell, was das Nass in früheren Zeiten zu einem knappen und damit auch sehr kostbaren Gut machte. Zu Ostern wird diese Wertschätzung durch einen prachtvoll geschmückten Brunnen zum Ausdruck gebracht. In Schechingen auf der Schwäbischen Alb lässt sich der mit 11.500 handbemalten Eiern geschmückte Osterbrunnen noch bis zum 15. April bewundern.

Brennende Osterschwämme

In eine ganz andere Richtung geht der Brauch der „Osterschwämme“: In der Gemeinde St. Peter im Schwarzwald ziehen Kinder durch die Wälder und sammeln eine Baumpilzart, die „Schwämme“. Diese werden bei einem Gottesdienst am Ostersonntag gesegnet und im Feuer zum Glühen gebracht. Mit den „Osterschwämmen“ ziehen die Kinder dann traditionell von Haus zu Haus. Der Brauch ist mehr als 100 Jahre alt und geht auf die Knappheit von Kerzen zurück. Baumpilze hingegen waren in Massen vorhanden. So wurde auch das traditionelle Osterfeuer von Haus zu Haus getragen.

Yuganov Konstantin - Shutterstock

Osterallee & Eiersuche mit Küchenmagd Notburga

Im Blühenden Barock Ludwigsburg wartet noch bis zum 22. April Deutschlands größte Osterallee. Diese ist mit über 10.000 von Hand bemalten Eiern dekoriert und lädt zum Flanieren ein.

Ein ganz besonderes Erlebnis verspricht die Sonderführung im Schloss Bruchsal am Ostersamstag ab 15 Uhr: Kinder können der Küchenmagd Notburga bei der Eiersuche im Schloss helfen. Dabei lernen sie, wie das Leben eines Dienstboten in früheren Zeiten ausgesehen hat. Zum Abschluss wird noch zu einem kleinen Bauerntanz aufgespielt.

Lehrreich wird es auch im Osterei Museum in Sonnenbühl. Der Schwerpunkt der mittlerweile über 1000 Ei-Objekte umfassenden Sammlung liegt dabei auf traditionellen Osterei-Regionen in Europa. Aber auch Skurrilitäten wie das „Coca-Cola-Ei“ lassen sich hier bewundern.

Wer nicht nur die Ostereier, sondern den Lieferanten treffen will, sollte sich am Ostersonntag in den Schlossgarten des Schlosses Schwetzingen begeben. Denn mit etwas Glück lässt sich dort der Osterhase persönlich bei seiner Arbeit beobachten. Kinder sind eingeladen, zwischen den Blumen und Sträuchern nach den bunten Leckereien zu suchen.

bwegt wünscht Frohe Ostern

Wo auch immer Sie die Ostertage verbringen wollen, die beste und schnellste Verbindung finden Sie immer in der elektronischen Fahrplanauskunft. Wir wünschen Ihnen schöne und entspannte Feiertage.

Das Land kommt in Bewegung.

Die neue Mobilitätsmarke ist da.

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