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Themenweg

Forbach-Gausbach - Sagenweg

Sagen und Geschichten rund um Gausbach mit fünf Stationen, gestaltet von Künstlern der Region 
 Die Wanderung führt in ihrem Verlauf über mehrere Stationen mit Installationen zu Gausbacher Sagen und Geschichten. Die erste Station liegt ca. 200 Meter oberhalb des Friedhofs in der Ringbergwiese im Kauersbachtal. Von hier aus führt der Weg über einen Panoramaweg über Gausbach mit herrlicher Sicht auf Gausbach und Forbach.
 Der Weg eignet sich vor allem für Familien mit Kindern. Auf den Ringwiesen können Kinder herumtollen, auf den Hexenbesen steigen, Brunnenwasser trinken oder den kleinen Bach stauen.
 Beliebt ist der Weg bei Schulgruppen und Kindergartengruppen. Das Vereinsheim des Sportverein Forbach steht Gruppen auf Voranmeldung ebenfalls zur Verfügung.  
 Die Tourist-Info Forbach bietet den Weg auch mit Führungen an.
 Da  der Weg teilweise steil ist und ab und zu über "Stock und Stein" führt, eignet er sich nicht für Kinderwägen.

Ausgangpunkte:
 Stadtbahnhaltestelle Gausbach
 Stadtbahnhaltestelle Forbach
 Parkplatz Bahnhof Forbach
 Der Sagenweg selbst beginnt an der Festhalle Gausbach (einige Parkplätze vorhanden)
 

Anfahrt:
 S-Bahn: S41 und S31
 
 

Der Hexenbesen in der Ringwiese
 Erzählungen berichten davon, daß auch in Gausbach einst Geister ihr Unwesen trieben. Wer weiß, vielleicht haben sich hier in der Ringwiese wirklich einmal böse Geister oder Hexen zum Tanz getroffen, denn der Name Ringwiese wird in alten Büchern als "Ring tanzender Hexen" ausgelegt. Der Künstler Rüdiger Seidt gab dem Platz durch einen überdimensionalen, eisernen Hexenbesen auf einem riesigen Granitstein seine eigentliche mystische Bedeutung zurück. Ein kleiner Bach mit einem Wasserrädchen plätschert in unmittelbarer Nähe erfrischend durch die Wiesen und eine kleine Hexe auf dem Hexenbrunnen bietet frisches Quellwasser an.

Das feurige Teufelchen
Die Sage berichtet vom Berthold, dem auf dem Nachhauseweg von Forbach nach Gausbach etwas "Füriges" zustieß. Von einem Wesen mit feurigen Augen und zwei Hörnern auf dem Kopf wurde er an der alten Holzbrücke in Forbach in eine Pferdekutsche gesetzt, die ihn flugs auf den Latschigfelsen brachte. In stockfinsterer Nacht mußte er allein den weiten holprigen Weg durch den Wald nach Hause suchen. Die kleine "Teufel-Stele" wurde vom Elsässer Künstler Thiery Gangloff gemeißelt. Von dem Platz mit dem Teufelchen führt der Weg bis zum Latschig.

Das Kapellele
 Der Erzählung nach hat ein kleines erblindetes Mädchen durch seinen festen Glauben an Gott an dieser Stelle das Augenlicht wiedergewonnen. Die Eltern ließen aus Dankbarkeit eine kleine Kapelle errichten, die jedoch im Laufe der Zeit verfallen ist. Rüdiger Seidt erinnert mit einer Edelstahlkonstruktion fragmentarisch an den Raum der ehemaligen Kapelle. Auf dem Altar, symbolisch durch einen Granitstein mit einem eingemeißelten Auge dargestellt, weist er auf die Geschichte des Mädchens hin.
 Unterhalb des Plätzchens befindet sich ein kleiner Pavillon. Der Weg führt über einen Wiesenpfad am Pavillon abwärts vorbei bis zum darunterliegenden Langenbergweg.

Die Zielsteine
 Zielsteine sind Grenzsteine. Die Grenzsteine aus Sandstein mit den eingemeißelten Nummern und Daten trennen Grundstücke, Felder und Waldstücke von einander oder weisen auf Gemarkungsgrenzen hin. Die Sage berichtet an dieser Stelle von einem Gausbacher, der mutwillig die Ziesteine an einem Wiesengrundstück heimlich zu seinem Vorteil versetzte. Nach seinem Tod fand er keine Ruhe und mußte die Steine jede Nacht pausenlos umhertragen. Ein beherzter Gausbacher erlöste ihn von diesem Fluch.
 Mit den auf Stahlstäben fast schwebend anmutenden Grenzsteinen am Wegrand wollte Rüdiger Seidt auf diese Geschichte und die heute im Zuge der Europäisierung immer durchlässigeren Grenzen hinweisen.
 Von hier aus hat man eine herrliche Sicht auf Forbach (links), Bemerbach und die Rote Lache (Mitte) und Gausbach (rechts).

Die Geschichte vom Gausbacher Mayer-Ernst
 Auf dem Heimweg durch den dunklen furchterregenden Wald wurde der Gausbacher Mayer-Ernst von einem kleinen, schwarzen Männlein überfallen. Mit Angst und Schrecken entkam er dem kleinen schwarzen Teufel im Dunkeln der Nacht. Zuhause stellte er zu seinem Schrecken fest, daß das Männlein seine neu gekauften Schuhe, die er auf dem Rücken transportierte, in Kuhglocken verwandelt hatte.
 Rüiger Seidt meißelte die Kuhglocke aus hiesigem Sandstein. Die zu Stein erstarrte Glocke erinnert eindrucksvoll an die schwere Last des verängstigten Mayer-Ernst auf seinem nächtlichen Heimweg.

Dem Weg folgend erreicht man wieder Gausbach und kommt zurück zur Festhalle.

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