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Burg, Neckarsteinach

Hinterburg

Diese Burg gilt als Stammburg der Geschlechter der Edelfreien von Steinach. Auf Grund ihrer kunsthistorischen Merkmale kann sie allerdings nicht vor 1180 gebaut worden sein.

Ihre gute strategische Lage an dem Punkt, an dem der Berg Schadeck in den Riegelsberg übergeht, ermöglichten den Burgherren die gleichzeitige Übersicht über das Neckar- und das Steinachtal.


Ihre dreifachen Zwingermauern bilden ein regelmäßiges Fünfeck von hoher Wehrhaftigkeit. Der frühere Burggraben am Eingang zur Burg wurde damals mit einer Zugbrücke überspannt; die heutige Eingangstreppe stammt erst von 1900 und ist ein Zugeständnis an den modernen Tourismus.

Den inneren Burghof betritt man durch ein frühgotisches Tor. Zentrales Bauwerk im Burghof ist der mächtige Bergfried. Er war nicht nur Wachturm und Vorratsspeicher, er dient auch als letzte Zuflucht im Falle einer Belagerung. Dann nämlich flüchteten die Burgbewohner mit Hilfe von (Strick-)Leitern in die einzige Öffnung des Turms 12 Meter über dem Boden. Die Leitern wurden dann hochgezogen.

Und die drei Meter dicken Turmmauern boten bei den damaligen Angriffsmitteln genügend Schutz. Die heutige moderne Treppe ermöglicht eine gefahrlose Ersteigung des Turms mit herrlicher Aussicht. Die gut gearbeiteten Buckelquader weisen den Bergfried eindeutig als ein Bauwerk aus der Staufenzeit aus.

Der Brunnen ist mindestens 23 Meter tief und die fünf schönen gotischen Fenster der im Burghof zeugen von ehemaligen Palas, dem Wohngebäude der Burgbewohner.

Ihren monumentalen Ausbau verdankt die Burg wahrscheinlich Bligger II. aus dem Geschlecht der Steinacher. Er lebte von 1152 bis 1210 und war ein begnadeter Dichter und Minnesänger.

Seine Kunst übte er im Gefolge der beiden Stauferkaiser Barbarossa und Heinrich VI. aus, mit denen er ganz Europa bereiste und bis nach Sizilien und Jerusalem kam.

Seine drei erhaltenen Gedichte und eine Miniatur werden in der Manessischen Liederhandschrift dokumentiert, die in der Heidelberger Universitätsbibliothek aufbewahrt wird.

Das von ihm begrundete Harfenwappen ist bis heute das Stadtwappen von Neckarsteinach. Die Hinterburg gehört heute dem Land Hessen und ist jederzeit frei zugänglich.

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