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Land und Leute

Wandern entlang der Murrbahn: Durch das schöne Hohenlohe

Eckartshausen – Roth Ruhe - Burgbergturm – Seen – Ölhaus - Eckartshausen

Der Burgbergturm des Schwäbischen Albvereins bei Ilshofen-Eckartshausen ist in einer einfachen Wanderung zu erreichen. Einfach ist auch die Anfahrt: Man nimmt einfach die Murrbahn, die einen in den neuen bwegt-Zügen bequem zum Ausgangspunkt Eckartshausen bringt.

Dafür, dass man auf einen Berg mit einem Aussichtsturm wandert, halten sich die Höhenunterschiede bei dieser Tour in Grenzen. Wir wandern anfangs und am Schluss durch Felder und Wiesen, dazwischen durch ein schönes Waldgebiet. Besonders beeindruckend in ihm ist die mächtige Markgrafeneiche, von der allerdings nur noch der abgestorbene Baumstumpf zu sehen ist. Außerdem warten wunderbar exotische Mammutbäume auf uns.

Ausgangspunkt:

Bahnhof Eckartshausen Ilshofen

Wegverlauf:

An Sonn- und Feiertagen ist der Burgbergturm geöffnet, zudem noch bewirtschaftet. An anderen Tagen muss man sich vorher den Schlüssel besorgen (s.u.). Die Aussicht lohnt sich!

Zuerst gehen wir vom Bahnhof zum Kreisverkehr, überqueren nach ihm die Gleise und wandern in der Burgbergstraße mit dem Wanderzeichen „Blauer Balken“ ortsauswärts. An der nächsten Verzweigung halten wir uns mit dem Radwegschild links; bald verlassen wir auch den Ort. Wo danach geradeaus ein Schotterweg weiterführt (auf ihm kommen wir später zurück) folgen wir dem Asphaltsträßchen nach rechts zum Wald.

Nun steigt es sanft an und bald kommen wir an der 1890 errichteten Roth Ruhe, die auch mit einer Bank ausgestattet ist, vorbei; davor kündet ein Stein vom Bau der Burgbergstraße in den Jahren 1887 bis 1890.

An eine Wegspinne gehen wir geradeaus auf dem Sträßchen weiter. Nach dem querenden Postweg führt der mit dem blauen Balken markierte Weg nach links weiter, wir behalten aber unsere Richtung bei. Wenn man mag kann man aber etwas nach links gehen und danach wieder zurückkehren: Dort weist ein an einem Baum befestigtes Schild darauf hin, dass sich hier die Wasserscheide zwischen Jagst und Bühler befindet.

Wir queren den Hohenschlagweg und den Bärenschlagweg und erreichen schließlich links einer Lichtung eine Wegspinne. Hier biegen wir mit dem Radwegschild nach „Crailsheim“ links ab. Nun wandern wir eine Zeit lang geradeaus, ignorieren, dass das Radwegschild bald nach rechts weist und kommen zum nächsten rechts abgehenden Weg; rechts sehen wir das Waldabteilungsschild 27/23 Keppelsgreut. Hier halten wir uns rechts in den geschotterten Burgbergweg. Nun steigt es kurz etwas steiler an.

Nach der Saatschulhütte und einer Schranke verlassen wir den Wald. Kurz darauf gehen wir nach links auf Pfadspuren durch die Wiese zum Waldrand, wo ein mit dem roten Kreuz markierter Pfad weiter führt. Links des Waldes sollten wir aber die drei Mammutbäume betrachten. Sie alle weisen eine außergewöhnliche Form auf: Der erste ist etwa in der Mitte gespalten, die anderen zwei sind entweder am Fuß zusammengewachsen oder haben sich aus einer Wurzel entwickelt.

Wir folgen nun dem Pfad, der durch den Wald in einigen Windungen ansteigt und uns auf den Gipfel des Burgbergs führt. Gleich rechts sehen wir ein Modell der ehemaligen Wallfahrtskirche und eine Tafel mit der Geschichte und den Sagen von den drei Steinen und dem Marienbrunnen. Dahinter steht eine Büste für König Wilhelm I.

Links steht der Burgbergturm, davor findet man Tische, Bänke und Stühle. Zudem gibt es einen Sandkasten und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Bereits hier haben wir eine erste schöne Aussicht auf die Hohenloher Ebene. Diese wird aber noch gesteigert, wenn wir den Turm besteigen.

Jetzt lohnt sich die Besteigung des vom Schwäbischen Albverein errichteten Turmes mit seinen 145 Stufen. Was man oben aus den vier Fensteröffnungen sieht ist auf Grafiken beschrieben. Interessant ist auch das Gedicht im zeitgenössischen Stil der Erbauungszeit des Turms: „Uns zum Geschenk ist dieser Turm erstellt, dann wir uns freu’n an Gottes Welt./Nun liegt’s an uns ob man im rechten Geist und dankbar sich des Baues wert erweist,/dass unser Burgberg sei nun immer da und unverschandelt, was immer war:/als Ort des Friedens und der weiten Schau Liebling und Kleinod unserem Heimatgau.“

Rasten können wir nun oben mit Aussicht oder unten mit Tischen und Bänken, frei nach Shakespeare „Wie es euch gefällt“. Danach gehen wir auf dem Anstiegsweg ein Stück zurück. Wo der Rotkreuzweg nach links abgeht steigen wir mit dem blauen liegenden U geradeaus weiter bergab. Wir überqueren einen Weg und stoßen etwas später auf ein querendes Asphaltsträßchen.

Ihm folgen wir geradeaus, vorbei an einer Hütte und dem rechts abgehenden Brunnenwiesenweg. An der nächsten Verzweigung halten wir uns mit dem Zeichen „Blaues Hufeisen“ und dem Radwegschild zum „Buchklingensee“ rechts. Am nächsten links abgehenden Weg folgen wir dem Radwegschild nach links. Vorher sollten wir jedoch noch kurz geradeaus gehen: Die markante Markgrafeneiche ist bereits zu sehen; sie lohnt aber, dass man sie näher betrachtet. Der Baum ist zwar abgestorben, aber trotzdem noch ein beeindruckendes Stück Natur.

Danach gehen wir wieder zurück und biegen jetzt rechts ab. Nach einer Weile liegen links des Weges drei Seen, zum ersten kann man zu einer kleinen Holzhütte hinab gehen und eine letzte Rast einlegen.

Danach verlassen wir bald den Wald und biegen vor der Wiese links ab. Vorbei an einem weiteren See und einem Anwesen kommen wir nach Ölhaus. Wir durchqueren den Weiler und behalten auch an seinem Ende unsere Richtung bei. In den Wiesen zieht unser Weg nach rechts zu den Überlandleitungen. Vor ihnen biegen wir links ab und gehen bis zu dem Asphaltsträßchen, das wir noch vom Anfang her kennen. Nun geht es auf bekanntem Weg zurück.

Info:

Länge: Etwa 15,5 Kilometer.

Höhenunterschied: Etwa 150 Meter.

Zeit: Etwa 4 Stunden.

Wege: Wir wandern meist auf festen Wegen, nur kurz vor und nach dem Turm auf Naturpfaden.

Anfahrt: Murrbahn bis Bahnhof Eckartshausen Ilshofen.

Kartentipp: Freizeitkarte F519 Crailsheim  des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL), 1:50 000.

Sonstiges: Sonstiges: An Sonn- und Feiertag ist der Turm geöffnet und bewirtschaftet. Ansonsten erhält man den Schlüssel bei Ilse Bühler, Eckartshausen, Sommerberg 28, Telefon 07904 204. Zu ihr gelangt man, in dem man sich am Kreisverkehr links in die Raiffeisenstraße hält, dort kurz nach rechts geht, sich dann links in die Straße Sommerberg und gleich wieder rechts hält. Bitte aber unbedingt vorher anrufen.

Einkehren: Sonntags und feiertags ist der Burgbergturm bewirtschaftet.

Wer mehr zu den Erlebnissen und Highlights auf dieser Tour erfahren möchte, sollte in jedem Fall den ausführlichen Erlebnisbericht von Dieter Buck hier lesen.

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