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Bahnfahren auf vier Pfoten

Am 10. Oktober ist Welthundetag, höchste Zeit also Ihrem Vierbeiner etwas zu gönnen. Wie wäre es mit einem schönen Ausflug? Ein Nachmittag im Wald, an einem See oder auf einem Hundeplatz lassen jedes Hundeherz höherschlagen. Wenn Sie für Ihren Ausflug die Bahn nutzen, sollten Sie einige Grundregeln beachten, damit der Tag sowohl für Herrchen oder Frauchen und seinen Vierbeiner stressfrei verläuft.

Zunächst ist es wichtig zu unterscheiden: Ist Ihr Hund größer oder kleiner als eine Hauskatze? Je nachdem gelten unterschiedliche Bestimmungen und Preise für das Bahnfahren.

Kleine Haustiere (so groß wie eine Hauskatze)

Die Regelung für kleine Hunde lautet: Lebende Haustiere, die klein (bis zur Größe einer Hauskatze), ungefährlich und in geschlossenen Behältnissen (z. B. Tierboxen) untergebracht sind, dürfen kostenlos mitgenommen werden. Alle Dackelbesitzer können sich also freuen. Die Box darf allerdings nicht zu groß sein, da sie unter den Sitz oder auf die Gepäckablage passen muss.

Größere Haustiere (größer als eine Hauskatze)

Für größere Hunde, die nicht in eine Transportbox passen, müssen Sie den halben Fahrpreis eines Erwachsenen zahlen. Bei der Buchung geben Sie daher an, dass ein Kind von 6 – 14 Jahren ohne Begleitung verreist. Danach wählen Sie „Versand per Post“. Hundetickets können nämlich nicht direkt als Online- bzw. Handytickets gebucht werden. Falls Sie es eilig haben, bietet es sich daher an, die Tickets am Automaten oder im Reisebüro zu kaufen. Diese Regelung gilt sowohl für den Flexpreis als auch für die Sparpreise im Fernverkehr. Bei den Länder-Tickets und dem Schönes-Wochenende-Ticket zählen größere Hunde als regulärer Fahrgast. Wenn Ihr Hund zu groß für eine Transportbox ist, müssen Sie ihn außerdem an der Leine führen und ihm einen Maulkorb anlegen.  

Eine Ausnahmeregelung gilt allerdings für Blindenführ- und Begleithunde. Diese dürfen immer kostenlos mitfahren und müssen keinen Maulkorb tragen.

Tipps für ein entspanntestes Bahnfahren mit Hunden

Grundsätzlich sollten Sie für Notfälle immer den Hundeausweis und die Versicherungsnummer des Vierbeiners dabeihaben. Außerdem ist es je nach Länge der Fahrt zu empfehlen, mit Ihrem Hund vor der Abfahrt noch einmal spazieren zu gehen, dabei kann er auch gleich sein Geschäft verrichten. Ihr Hund ist dadurch ausgelastet und verhält sich während der Fahrt ruhiger – nehmen Sie am besten auch noch seine Lieblingsdecke und ein paar Leckerlis mit. Sie wollen Ihrem Hund ja schließlich die stressige Situation im Zug so angenehm wie möglich machen. Gerade bei warmen Temperaturen ist es besonders wichtig, ausreichend Wasser dabei zu haben. Achten Sie auch darauf, Ihren Hund eng an Ihren Beinen zu führen – gerade die automatischen Türen in Bahnen können ansonsten gefährlich werden.

Wenn Sie diese Tipps beachten, ist der Zugbegleiter bestimmt bald der beste Freund Ihres Hundes – und alle Postboten werden ihn beneiden.

Magazin-Artikel veröffentlicht am 09.10.2018