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Pilgerweg

Tag 5 Jakobusweg Ansbach-Oberdischingen: "Der Schwäbischen Alb zu" Ellwangen - Unterkochen

ELLWANGEN wird in südwestlicher Richtung vorbei am Campingplatz nach Rotenbach bis zur Einmündung in den „Hauptweg 4“ des Schwäbischen Albvereins und auf diesem in südlicher Richtung weiter bis Goldshöfe.

LVA B-W, Wanderkarte Blatt 13, Ellwangen/Aalen, 1:50000.

LVA B-W, Wanderkarte Blatt 14, Aalen/Schwäbisch Gmünd, 1:35000.

LVA B-W, Wanderkarte Blatt 15, Heidenheim/Nördlingen, 1:35000.

Panoramaweg Aalen

Verkehrs- und Verschönerungsverein Aalen: Unterkochener Kleeblatt, Tour 4.

Schrezheim, Antoniuskapelle um 1780 mit Fayencen-Altar, auch Jakobsbildnis am Altar und Emporenbild mit Jakobus d. Älteren.

Andresleskapelle, 1812, in napoleonischer Zeit, war Andreas Meuer aus Fachsenfeld Bursche des Leutnants Freiherr von König: Die Brücken an der Beresina/Russland waren zerstört und bei der Flussüberquerung hielt er sich am Schwanz des Pferdes des Leutnants fest. In seiner Lebensgefahr gelobte er, dass wenn er gesund zurückkehre, eine Kapelle zu bauen (Bernhard Irtenkauf).

Aalen ist aus dem Römerkastell, das zuvor in Heidenheim/Brenz lag, hervorgegangen und lag an der Nordgrenze der Provinz Rätien, die von Lorch bis Passau reichte. 4 km nördlich zieht sich heute noch der Limes von Lorch in Richtung Hesselberg. Die ältesten Teile der Johanniskirche sind aus dem 3./4. Jahrhundert vor dem Ausfalltor des ehemaligen Kastells mit Steinen u. Inschriften. 839 erscheint erstmals der Ortsteil Hammerstadt bei einem Gütertausch des Klosters Fulda. Um 1136 wird das Dorf Aalen und ein Ortsadel erwähnt, zwischen 1241/1246 erfolgte die staufische Gründung der Stadt, offenbar zum Schutz der Straße Nördlingen – Straßburg. 1360 freie Reichsstadt, die Selbstverwaltung wurde 1374 und der Blutbann 1401 erreicht. Seit 1377 Mitglied des Schwäbischen Städtebundes und dort 32 mal genannt. 1388 im Krieg gegen Bayern wurde das Dorf Aalen und der Burgstall zerstört. 1575 kam die Reformation, 1610 schloss sich die Stadt der protestantischen Union an. 1634, nach der Schlacht von Nördlingen, brannte ein Teil der Stadt nieder, die Bevölkerung wurde durch Truppendurchzüge, Pest, Hunger und Gewalttaten stark dezimiert. Das kleine Hoheitsgebiet wurde häufig von den benachbarten Herrschaften angefochten (v. Wöllwart, Ellwangen, v. Oetingen).

Unterkochen wurde um ein Schloss namens Kocherburg um 1136 erstmals genannt und 1627 neu erbaut um am Ende des Dreißigjährigen Krieges 1645 wieder von den Schweden zerstört zu werden, was den Bewohnern Baumaterial verschaffte. Den Herren von Kochenburg folgten die von Ahelfingen, von Oetingen und gelangte dann ans Kloster Ellwangen, bevor es 1802 an Württemberg fiel. Es wurde, genau wie in Oberkochen, bereits 1518 Erzabbau betrieben und ab 1557 von Württemberg verhüttet, das an die Fürstprostei Ellwangen verkaufte. 1614 - 1802 betrieben die Ellwanger das Werk.

Baugeschichte und Ortsgeschichte lassen vermuten, dass der Ort bereits vor Gründung des Klosters Ellwangen eine Urpfarrei gewesen ist. 1328 wurde die Pfarrei dem Kloster Ellwangen zugeschlagen. Offensichtlich fanden die Benediktiner bereits eine frühe Marienverehrung hier vor, die seit 1465 urkundlich erwähnt ist. Die Wallfahrtskirche "Sankt Maria" liegt weithin sichtbar auf dem Kirchberg, birgt Stilelemente aus der Romanik (Turm), Gotik (Chor) und das barocke Schiff. Der um 1496 entstandene Hochaltar aus der Ulmer Schule birgt eine lebensgroße Marienfigur. Die älteste Marienglocke stammt von 1307. Pilger und Gläubige tragen ihre Sorgen seit vielen Jahrhunderten zum Unterkochener Gnadenbild. Der dritte Bischof (1869-1893) der Diözese Rottenburg Karl Joseph v. Hefele stammte aus der hiesigen Hochmühle, ihm zu Ehren ist sein Standbild angebracht. Am ersten Samstag im Marienmonat Mai wird hier der Wallfahrtstag gefeiert.

Öffnungszeiten

Keine aktuellen Öffnungszeiten hinterlegt.

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