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Wanderroute für Genießer: Schlemmend durch Flora und Fauna.

Die rund 24 Kilometer lange Route führt von Schmiechen vorbei am Mühlrad von Talsteußlingen, weiter durch das Bären- und Böttental bis nach Münsingen.

Händchen haltendes Paar am Bahnsteig mit gelbem Zug im Hintergrund.

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Im Großschutzgebiet Schwäbische Alb lockt die Ganztagestour „Rulamans Jagdpfad“. Wanderer entdecken die 24 Kilometer lange Route aus der Perspektive des gleichnamigen Romans „Rulaman“ von Naturforscher und Schriftsteller David Friedrich Weinland. Zahlreiche Gasthöfe und idyllische Landschaften laden unterwegs zu kulinarischen Genüssen ein.

Paar sieht sich ein sehr großes, braunes Mühlrad an.

Das große Mühlrad von Talsteußlingen lädt zum Verweilen ein.

Erster Halt: Das große Mühlrad in Talsteußlingen.

Los geht es am Bahnhof Schmiechen, der direkt neben dem Biosphärengastgeber „Austermanns Landgaststube“ liegt. Auch möglich ist ein Ausstieg am Haltepunkt Schmiechen Albbahn – dabei handelt es sich um einen Bedarfshalt. Wer hier aussteigen möchte, sollte das darum dem Lokführer rechtzeitig mitteilen. Biosphärengastgeber legen Wert auf naturverträgliches Wirtschaften und hochwertige Zutaten aus der Region – und das schmeckt man! Ab hier folgen Wandersleute dem Donauzufluss Schmiech in westliche Richtung bis zur Ortschaft Hütten. Auf dem Weg liegt der Talsteußlingen mit seinem großen Mühlrad. Über 80 Jahre lang trieb es die ehemalige Getreidemühle an. Die malerische Szenerie lädt zu einer ersten Rast ein. In Hütten schließlich wartet der „Gute Hirte“, eine überlebensgroße Statue, auf Besichtigung.

 

Landschaftsaufnahme mit Gestein und Flussquelle.

Ein lohnender Abstecher: der Ursprung der Schmiechquelle im Stadtteil Gundershofen.

Rasten und genießen beim „Hirsch im Grünen“.

Ab Hütten gibt es die Möglichkeit, das Bärental zu besichtigen. Dem Namen nach befindet sich hier eine 428 Meter lange Bärenhöhle, die vor über 10.000 Jahren Lebensraum der Höhlenbären war. Heute können die ersten 28 Meter der Höhle frei zugänglich besichtigt werden.

Danach geht es am Waldrand bis zum Stadtteil Gundershofen. Hier wird die Schmiech überschritten und ein Abstecher talaufwärts zur Schmiechquelle bietet sich an. Es folgt ein Anstieg über die Bränd nach Mehrstetten. Ein weiterer Biosphärengastgeber, der „Hirsch im Grünen", lädt zu regionalen Speisen ein. Tipp: Wer mag, kann hier (fast) alle Gerichte auch zum Mitnehmen bestellen und Natur und Kulinarik in trauter Zweisamkeit genießen.

 

Fakten zur Tour:

  • Strecke: 24,1 km
  • Dauer: ca. 6,5 Stunden
  • Aufstieg: 613 Höhenmeter
  • Abstieg: 360 Höhenmeter
  • Anreise mit dem ÖPNV: Halt Schmiechen; RS3/RE55 von/nach Ulm und Munderkingen; täglich alle 60 Minuten. Oder Halt Schmiechen Albbahn; RB59 von/nach Ulm und Gammertingen; mehrmals täglich
  • Abreise mit dem ÖPNV: Halt Bahnhof Münsingen; RB59 von/nach Ulm und Gammertingen mehrmals am Tag oder Regiobus X2 nach Bad Urach alle 60 Minuten, wo Anschluss nach Metzingen und Tübingen besteht
Wanderkarte der Route auf der Schwaebischen Alb

Gut informiert über das Biosphärengebiet.

So gestärkt führt die Strecke weiter ins Böttental und über das Gebiet Reiselhau Richtung Münsingen. Hier können Interessierte das Biosphärenzentrum Schwäbische Alb besichtigen. Auf rund 450 Quadratmetern beantwortet die Ausstellung Fragen rund um das erste Biosphärengebiet Baden-Württembergs und wieso die UNESCO es als besonders ausgezeichnet hat.

Paar mit Wanderrucksäcken geht auf Backsteingebäude zu.

Auf dem Gelände des Albguts können Wanderer mehr über die Geschichte des einstigen Truppenübungsplatzes erfahren.

Das nebengelegene Gasthaus Schützen ist einer von fünf Biosphärenwirten auf der Schwäbischen Alb. Schwäbische Köstlichkeiten aus besten regionalen Zutaten warten auf Besucherinnen und Besucher.

Danach geht es in wenigen Schritten zum Albgut. Das weitläufige Gelände mit großer Parkanlage und Gebäudekomplexen steht unter­ Denkmalschutz. Es wurde 1895 vom württembergischen König Wilhelm II. als Militär- und Kasernenanlage gebaut. Heute können hier regionale gläserne Manufakturen mit selbstgemachten Produkten, wie Seife, Öle, Essige, Wollprodukte und vieles mehr besichtigt werden.

Das Finale der Route bildet die Wanderung nach Münsingen. Etwa acht Gehminuten vom Bahnhof entfernt bietet Hotel Gasthof Herrmann Gelegenheit für einen letzten kulinarischen Höhepunkt – vielleicht mit einem guten Tropfen zum krönenden Abschluss – bevor es mit Regionalverkehr sicher und bequem wieder nach Hause geht.

Wanderroute für Genießer auf dem Prüfstand.

Mobilitäts-Checkerin Silvi hat ihre Wanderstiefel geschnürt und sich mit dem Regionalzug auf den Weg nach Schmiechen auf der Schwäbischen Alb gemacht. Was sie bei ihrem Ausflug mit dem Nahverkehr und auf ihrer Wanderung erlebt hat? Seht selbst!

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