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Vortrag, Tübingen

Zwischen Verfolgung und Akzeptanz – Das Leben von Juden in Südwestdeutschland

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Die 1700 Jahre Jüdischen Leben im Gebiet des heutigen Deutschland sind durch eine Abfolge von Wellen der Verfolgung wie Akzeptanz gekennzeichnet. Der Zivilisationsbruch der Schoa war existenziell, er brachte das Ende des deutschen Judentums.

Aber auch in den Jahrhunderten davor hatte es mehrfach einschneidende Veränderungen der Lebensbedingungen von Jüdinnen und Juden gegeben. So am Ende des Mittelalters, als mit den Ausweisungen der Juden aus den großen Territorien und Reichsstädten das flache Land zum Rückzugsgebiet wurde und sich dort nach und nach stabile jüdische Gemeinden entwickeln konnten, das sog. Landjudentum. Nahezu 400 Jahre lang bildete das Leben auf dem Land die vorherrschende Lebensform von Juden im alten Reich.

Der Vortrag zeichnet diese Entwicklung nach, zeigt die dabei entstandenen Siedlungsstrukturen und Lebensweisen nach, untersucht das sich wandelnde Selbstverständnis und fragt insbesondere nach den Konsequenzen, die sich daraus für das Zusammenleben von Christen und Juden ergaben.

Dr. Benigna Schönhagen, Honorarprofessorin am Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen, 2001–2018 Leiterin des Jüdischen Museum Augsburg,; Forschungsschwerpunkte: Geschichte der Juden in Süddeutschland und Nationalsozialismus.

Preise

Freier Eintritt

Öffnungszeiten

Sonntag
17.10.2021
16:00 - 17:30 Uhr

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