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Vortrag, Tübingen

Studium Generale: „Heilige“ Orte in Schwaben

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Was haben Höhlen, Kirchen und Fußballstadien gemeinsam? Nicht viel, möchte man zunächst meinen. Doch richtet man den Blick auf die Bedeutung dieser Orte, so ergibt sich eine entscheidende Gemeinsamkeit: Sie alle sind – im traditionellen oder auch übertragenden Sinne – „heilige Orte“.

Zu verschiedenen Epochen besaßen und besitzen sie ganz unterschiedliche Bedeutungen für ihre jeweilige Region und die dort lebenden Menschen. Kurzum: Sie sind das, was den Menschen als verehrungswürdig erschien und heute noch erscheint.

Aber was zeichnet heilige Orte aus, für wen sind sie heilig und was unterscheidet sie von nicht-heiligen Orten? Was ist überhaupt „heilig“ und welche Besonderheiten lassen sich diesbezüglich für die Region Schwaben ausmachen? Mit diesen und weiteren spannenden Fragen beschäftigt sich die vom Institut für Geschichtliche Landeskunde veranstaltete Vortragsreihe. Hier werfen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen einen interdisziplinären Blick auf einige „heilige“ Stätten in Schwaben.


Der Fokus auf den südwestdeutschen Raum ermöglicht nicht nur eine breite zeitliche Ausdehnung der Beiträge – von der Altsteinzeit bis ins 21. Jahrhundert –, sondern bietet außerdem eine weite regionalspezifische Palette unterschiedlichster Beispiele. Berücksichtigt werden hier neben Klassikern, wie beispielsweise den Klöstern und Weltkulturerbestätten Maulbronn und der Klosterinsel Reichenau, auch metaphorische „heilige Orte“, etwa der Tübinger Hölderlinturm oder die MHP-Arena in Cannstatt. Ein weiteres Anliegen der Vortragsreihe gilt sakralen Orten der beiden anderen großen monotheistischen Religionen, des Judentums und des Islams.
Organisation: Prof. Dr. Sigrid Hirbodian; Selina Guischard M.A.
(Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften)

17.04.2024 Die Wurmlinger Kapelle – ein heiliger Berg zwischen Himmel und Erde. Geschichte und Mythos

Wilfried Setzler, Universität Tübingen

24.04.2024 Waren die Höhlen der Schwäbischen Alb heilige Orte während der Altsteinzeit?

Nicholas J. Conard, Universität Tübingen

08.05.2024 „Heilige Orte der Kelten“ – Ritualstrukturen und Opferplätze der vorrömischen Eisenzeit aus Südwestdeutschland

Gerd Stegmaier, Archäologie und Grabungstechnik Rottenburg

15.05.2024 Götter im Gäu: Der heilige Bezirk des römischen
Rottenburg am Neckar (SVMELOCENNA)

Sebastian Gairhos, Stadtarchäologie Augsburg

29.05.2024 Das Kloster Reichenau: Zur Gründung eines heiligen Ortes vor 1300 Jahren

Steffen Patzold, Universität Tübingen

05.06.2024 Frühe Kirche und Zentralort Sülchen zur Zeit des Heiligen Meinrads

Jonathan Scheschkewitz/Gabriele Graenert, Landesamt für Denkmalpflege Esslingen

12.06.2024 Die Stiftskirche in Tübingen. Architektur – Ausstattung – Funktionen

Andrea Worm, Universität Tübingen

19.06.2024 Kloster Maulbronn und seine Umgebung im Mittelalter – eine heilige Landschaft?

Peter Rückert, Hauptstaatsarchiv Stuttgart

26.06.2024 Hebräisch und andere heilige Sprachen: Die Lerntafel der Prinzessin Antonia in Bad Teinach und die Jakobuskirche in Brackenheim als Lernorte der Kabbala in Württemberg

Matthias Morgenstern, Universität Tübingen

03.07.2024 „Heilig ist mir der Ort“ – Der Tübinger Hölderlinturm als heiliger Ort

Stefan Knödler, Universität Tübingen

10.07.2024 Vom alemannischen Heiligtum und der fränkischen Martinskirche zur barocken Basilika. Die religiöse Tradition auf dem Weingartener Martinsberg

Norbert Kruse, Pädagogische Hochschule Weingarten

17.07.2024 Moscheen – Orte spiritueller, sozialer und/oder kultureller Gemeinschaft? Eine theologische und architekturhistorische Sicht

Ulrich Knufinke, Technische Universität Braunschweig/
Mahmoud Abdallah, Universität Tübingen

24.07.2024 Der VfB Stuttgart als „schwäbisches Heiligtum“

Monique Scheer/Günther Schroth, Universität Tübingen

Preise

Freier Eintritt

Öffnungszeiten

Mittwoch
24.07.2024
18:00 Uhr

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