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Malerei Ausstellung, Zürich

Das Brot aus dem See

Eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem ältesten Sauerteigbrot der Schweiz

1976 machen Archäologinnen bei Grabungen am Bahnhof in Twann einen europaweit einzigartigen Fund. Zwischen Pfahlbauten, Knochen und Pfeilspitzen finden sie ein intaktes Sauerteigbrot. Es weist alle Eigenschaften eines heutigen Brotes auf. Der entscheidende Unterschied: Dorfbewohnerinnen backten es vor rund 5500 Jahren in einer jungsteinzeitlichen Ufersiedlung.

In unsicheren und unsteten Zeiten wie diesen, drängen sich Fragen nach der eigenen Vergänglichkeit auf. Gleichzeitig – oder gerade deshalb – haben sich in letzter Zeit viele Menschen dem jahrtausendealten Herstellungsprozess von Sauerteig gewidmet. Das Brot von Twann ist der Beweis für die Beständigkeit und der Fortdauer dieses Prozesse und schlussendlich der menschlichen Existenz. Die künstlerische Auseinandersetzung der drei Autorinnen Silja Dietiker, Jeannette Fischer und Susanne Vögeli mit dem Brot von Twann gibt es im Mühlerama zu entdecken.

Die forschende Köchin Susanne Vögeli setzte am Fundort des Brotes einen eigenen Sauerteig an. Daraus entstanden 10 Brote und Fotografien, die an kleine Planeten im dunklen All erinnern. Die Künstlerin Silja Dietiker nimmt uns mit ihrer Videoinstallation ins Innere eines blubbernden Sauerteigs. Der Kosmos der Mikroorganismen ist körperlich erfahrbar und ein Erlebnis für alle Sinne. Mit philosophischen Sinnsprüchen hinterfragt die Psychoanalytikerin Jeannette Fischer unser Verständnis von Zivilisation, Macht und Herrschaft. Sie fordert dazu auf, die Spuren der Zivilisation nicht wie eine Erzählung der Befreiung, sondern der Abhängigkeiten zu lesen.

Preise

Erwachsene CHF 15.00Kinder/Jugendliche 6 bis 18 Jahre CHF 9.00Gruppen Kinder (ab 10 Personen)CHF 8.00Gruppen Erwachsene (ab 10 Personen) CHF 12.00Ermässigt Erwachsene (Legi, IV, AHV) CHF 12.00Ermässigt Kinder (Legi, IV) CHF 8.00 Hinweis Für Kinder (unter 16 Jahren) ist eine erwachsene Begleitung Pflicht.Freier Eintritt mit der ZürichCARD, der Kulturlegi, dem Schweizerischen Museumspass und mit einer Raiffeisenkarte (Maestro- oder Kredit­karte)

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