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Wanderweg

Hoch über'm Münstertal nach Staufen

Aus dem Münstertal, mit dem beeindruckenden Belchen im Hintergrund, führt uns die Tour schnell hinauf auf den Höhenrücken, der zum Talausgang Richtung Staufen führt.

Vom Bahnhof Münstertal folgen wir der gelben Raute in den Laisackerweg. Der einfache Weg läuft zunächst auf der Strecke des geologisch-bergbaugeschichtlichen Lehrpfades. Einige Tafeln weisen auf den  Bergbau hin, der vor allem im späten Mittelalter das Tal geprägt hat. Vom Hammergründle bietet sich dem kulturbeflissenen Wanderer ein Abstecher zum Kloster St. Trudpert an. Wer sich mehr für Waldwege als für Baukunst interessiert, wendet sich gleich bergauf. Auf dem kurzen Serpentinenabschnitt gibt es noch einige schöne Aussichten auf das Kloster, das auf eine Einsiedelei irischer Mönche im 7. Jahrhundert zurück geht. Vor der Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts war es ein Benediktinerkloster. Heute bewohnt der Orden der Schwestern vom heiligen Josef das Kloster, das unter anderem zwei Gästehäuser anbietet.  

Bergan geht es durch einen schönen Mischwald zum höchsten Punkt der Tour am Wegweiser Stinke Lache. Zum Glück gibt es hier keine olfaktorischen Hinweise auf den Ursprung dieses Namens. Im Folgenden wechseln sich Forstwege und schmale Pfade vorübergehend ab. Unterwegs kann der interessierte Wanderer noch die Reste der Rödelsburg besuchen und den schweistreibenden Aufstieg wagen. Nach dem Abstecher über eine steile Geröllhalde erwartet den Wanderer oben auf der Kupp allenfalls eine Ahnung der einstigen Wehranlage, die offenbar schon im 12. Jahrhundert wieder aufgegeben wurde. Die Aufgabe der Burg könnte der der Schutz des damals in der Gegend betriebenen Bergbaus gewesen sein. Auch wenn es hier auf der Anhöhe nicht wirklich viel zu sehen gibt, erleben wir einen einsamen, magischen Ort mitten im Wald.

Zurück am Hexenboden folgen wir weiter der gelben Raute und gelangen bald wieder auf einen schönen Pfad, der sich an einem Bildstock verzweigt. Dieser Bildstock ist Zeugnis eines tragischen Waldunfalls zum Ende des 19. Jahrhunderts, denn hier kam ein junger Mann beim gefährlichen Holzschlitteln zu Tode. Nach dem kurzen gedanklichen Ausflug in die harte Arbeitswelt der einstigen Waldarbeiter, folgen wir der gelben Raute am Abzweig nach rechts auf den schönsten Abschnitt der Tour über die Etzenbacher Höhe. Der felsige Weg wird anspruchsvoller und bietet einige herrliche Aussichten zum Belchen und später zum Blauen mit seinem charakteristischen Turm sowie auf den Ausgang des Münstertals in die Rheinebene. Zum Teil felsige Pfadabschnitte führen uns über den Aussichtspunkt Altes Schloss, wo ein kleiner Pavillon mit Sitzbank sich denen zur Rast anbietet, die Ihr Picknick noch nicht auf einer der felsigen Aussichtspunkte der Etzenbacher Höhe genossen haben.

Ab hier geht es bergab in Richtung Staufen.  Am Wegweiser Roter Berg gehen wir nicht gleich Richtung Burgruine, sondern gönnen uns noch einen Schlenker auf einem bequemen Waldweg. Nach etwa einem halben Kilometer biegt vom breiten Forstweg ein schmaler Pfad nach links bergab zur Schlossbergklinik ab, wo wir den Stadtrand von Staufen erreichen. Noch ein kurzes Stück ist es von hier zur Burgruine, wo wir die fantastische Aussicht genießen. Die Burg der Herren zu Staufen wurde Mitte des 13. Jahrhunderts zum ersten mal urkundlich erwähnt. Im 30jährigen Krieg wurde die Anlage von schwedischen Truppen besetzt und später niedergebrannt. Ende des 19. Jahrhunderts erwarb die Stadt Staufen die Ruine, die heute ein beliebter Aussichtspunkt ist. Von der Ruine führt unser Weg zum Bahnhof Staufen, den wir aber vorerst auch guten Gewissens rechts liegen lassen können, um in der geschichtsträchtigen Stadt eine gemütliche Runde zu drehen.

 

Highlights entlang der Route

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