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Wanderweg

Durch die wildromantische Schelmenklinge und vorbei an der aus Sandstein gemeißelten Schillergrotte

Die Schelmenklinge, eine urwüchsige, schmale Waldschlucht, in der es vielfach rinnt und plätschert, und deren Wasserspiele, die von Mai bis Oktober vom Schwäbischen Albverein Lorch aufgebaut werden, verleihen der Klinge besonders für kleine Besucher eine zusätzliche Anziehungskraft. Aber auch die zerklüftete, fast verwunschen anmutende Schillergrotte zieht ihren Besucher in Bann.

Vom Parkplatz (ca. 250 m oberhalb des Klosters neben der Straße nach Alfdorf - Welzheim) wandern wir zunächst links auf dem Gehweg neben der Straße im Zeichen des Limeswanderweges HW 6 Richtung Kloster. Beim Limesstein überqueren wir die Straße (die Klosterzufahrt bleibt links) und folgen den Markierungen des Wanderweges Baden-Württemberg HW 3 bzw. des Limeswanderweges HW 6. In Kürze erreichen wir die Zufahrtsstraße zum Schäfersfeld und schreiten ihr entlang links aufwärts (rechts die Tennisplätze). Gleich passieren wir das Schul- und Sportgelände Schäfersfeld sowie die Gaststätte „Echo“ und gehen geradeaus Richtung Hollenhof. Links im kleinen Wäldchen die Reste des ehemaligen römischen Wachtpostens Nr. 12/13. Vermutlich stand hier nicht bloß ein gewöhnlicher Römerturm, sondern ein großes Steinhaus, wahrscheinlich eine römische Feldwache. Dann folgen wir rechts dem „Hollenhofweg“ mit den beiden Markierungen für HW 3 und HW 6.

Eindrucksvoll der Blick links zum dunkel ansteigenden Schurwald sowie hinab ins Remstal und zum Hohberg in westlicher Richtung. Im Wald verlässt uns dann bald der Limeswanderweg links Richtung Pfahlbronn-Welzheim. Wir aber wandern auf dem HW 3 geradeaus weiter Richtung Schelmenklinge. Durch den prächtigen Wald gelangen wir hinab in die von Lorch herankommende Götzentalstraße und folgen ihr nach rechts. Dort, wo die Talwiesen vom Wald verdrängt werden, öffnet sich rechts der Eingang zur Schelmenklinge (Landschaftsschutzgebiet, Markierung Rotstrich). Die Schelmenklinge ist eine urwüchsige, schmale Waldschlucht, in der es vielfach rinnt und plätschert. An vielen Stellen, vor allem im hinteren Bereich, tritt der in der engen Schlucht abgelagerte Stubensandstein deutlich zutage. Reichlich Immergrün und Moos bekleiden die Schluchtwände. Die zur Sommerzeit vom Schwäbischen Albverein Lorch aufgebauten und betreuen Wasserspiele verleihen der Klinge eine zusätzliche Anziehungskraft. Während der kalten Jahreszeit haben die Geräte allerdings Winterruhe.

Immer wilder wird die Szenerie, je tiefer wir in die Schlucht eindringen. Links stäubt über mächtige, zerfurchte und abgeschliffene Sandsteinfelsen ein schmaler Wasserfall herab. Während winterlicher Frostperioden ist die Schelmenklinge oftmals vom Eis verzaubert (Vorsicht bei Begehung). Kaum hörbar murmelt dann das erfrorene Bächlein unter einem dicken Eisbelag, während der kleine Wasserfall die hohe Felswand in einen kleinen, silbern im müden Sonnenlicht schimmernden Gletscher verwandelt hat. Da ein starker Erdrutsch in jüngster Vergangenheit den früheren Weg vom Schluchtgrund zur Höhe verworfen hat, steigen wir heute über eine Treppe und danach über Stufen zur Höhe empor. Von dort zeigt sich nochmals ein interessanter Blick in die tiefe Felsschlucht.

Dann verlassen wir den Wald und erreichen die Straße, welche wir überqueren. Wir folgen weiter der Markierung Rotstrich und wandern links auf dem Asphaltweg in den aussichtsschön gelegenen Lorcher Stadtteil Bruck (465 m). Sehr reizvoll der Blick rechts ins waldüberworfene Mühlbachtal und hinüber nach Alfdorf. Interessant auch der Blick nach Lorch, ins Remstal, zum Schurwald und hinüber zum aufragenden Albpanorama mit seinen bekannten Berggestalten. Hinter Bruck, beim Wanderparkplatz zur Linken, bekommen wir einen prächtigen Blick ins Götzental und auf dunkle, schweigende Wälder, zum Klotzenhof und zum sich emporwölbenden Hohberg. Südlich und südöstlich – noch breiter gelagert als zuvor – der Nordalbtrauf bis zum Braunenberg mit dem dortigen Fernsehturm. Nach dem Wanderparkplatz weist uns die Markierung Rotstrich rechts auf den Fahrweg in
Richtung Schillergrotte-Alfdorf.

Wir wandern über den sanften Knollenmergelhang abwärts zum Wald und erreichen in Kürze in einem zerklüfteten Bergwinkel die vom Wasser aus dem Sandstein
herausgemeißelte Schillergrotte. Bei der Wegegabel, wo ein mit Blaupunkt markierter Weg nach Alfdorf zieht, wandern wir rechts mit Rotstrich abwärts Richtung Hohler Stein - Brucker Tal. Wir gelangen hinab ins stille, abgeschiedene Mühlbachtal, wo die Einsamkeit fast körperlich spürbar wird. Auf einem breiten Fahrweg gehen wir kurz nach links und gleich im Rechtsbogen talabwärts. Wir passieren den Moltenwaldbrunnen und bald verlässt uns der Wanderweg Baden-Württemberg im Linksbogen Richtung Hohler Stein. Wir aber folgen hier dem Talweg geradeaus (Rundweg Nr. 6) entlang des Mühlbachs.

Wir erreichen die Handvoll Häuser der Brucker Sägmühle im idyllischen Tal. Hier gehen wir zunächst auf dem Fahrsträßchen rechts mit der Markierung Blaupunkt weiter. Gleich nach der Bachbrücke zieht der Blaupunkt rechts aufwärts nach Bruck. Wir aber gehen auf dem Sträßchen noch weiterhin geradeaus (unmarkiert) durch das Tal des Schweizerbachs. Das prächtige Tal mit seinen erlengesäumten Bachschleifen präsentiert sich in wunderschönen Bildern. Bald verlassen wir das Tal und biegen rechts ein auf den „Hermann-Löns-Weg“, wobei uns nun der Limeswanderweg von Kleindeinbach herkommend begleitet. Vielfach gewunden zieht der Weg durch prächtige Wälder dahin und erreicht schließlich die Höhe beim Wanderparkplatz an der Klosterhalde neben der Straße nach Bruck - Alfdorf, wo die abwechslungsreiche Tour endet.

Öffnungszeiten

Keine aktuellen Öffnungszeiten hinterlegt.

Highlights entlang der Route

  • Radtour

    Radtour "König Philipp von Schwaben"

    Diese gemäßigte Radtour - die einzige Steigung von Waldhausen nach Rattenharz beträgt ca. 9 % - führt über das Wäscherschloss durch das Beutental zurück zum Ausgangspunkt, dem Kloster Lorch

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