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Wanderweg

Wandern rund um Essingen - RW 9

Genießen Sie eine Wanderung auf den Lauterburger Höhen und rund um den Bärenberg.
Start und Ziel dieser Wanderung ist der Parkplatz bei der ev. Kirche im Essinger Teilort Lauterburg, hart am Bergsturz zum Wäschbachtal hin, wo auch eine Bushaltestelle vorhanden ist. Gleich daneben liegt auf vorspringendem Bergsporn die sagenumwobene Ruine. Die einstmals stattliche Anlage versteckt sich zum großen Teil hinter Büschen und Bäumen. Schrill heult der Albwind um die brüchigen Säulentrümmer, als beweine er auch heute noch den zerstörerischen Brand vom Jahre 1732... An dieser Stelle wollen wir uns an die Sage über den Untergang der Lauterburg erinnern: „Die Burgherrin hatte sich mit einem kecken Junker eingelassen und traf sich heimlich mit ihm. Ein alter, treuer Diener aber verriet das sündige Treiben an den Burgherren. Dieser beschloss, eine Jagd zu veranstalten, zu der er auch den Junker einlud, um ihn auf die Probe zu stellen. Alle geladenen Gäste erschienen zu dem Jagdvergnügen, nur der besagte Junker nicht. Dieser hatte die günstige Gelegenheit der Abwesenheit des Burgherren zum Besuch seiner Geliebten genutzt. Von bösen Ahnungen getrieben, ritt der Ritter zum Schloss zurück und begehrte mit harten Schlägen gegen das Tor Einlass. Entsetzt fuhren die Liebenden im Schloss auseinander. Der Junker versuchte zu fliehen, die Frau eilte verzweifelt in ihre Gemächer. In der Küche aber fuhr derweil auf dem Herd Feuer in das brutzelnde Fett und rasch stand der ganze Raum in Flammen. Diese breiteten sich rasend schnell aus und erfassten in Windeseile das gesamte Gebäude - und niemand entkam mehr dem glühenden Inferno.“

Vom Parkplatz wandern wir sofort die Bäckergasse aufwärts und mit blauem Dreieck Richtung Rosenstein/ Bartholomä. Bei der baldigen Rechtsabzweigung des Heubacher Weges mit der Markierung rotes Dreieck Richtung Rosenstein/ Heubach gehen wir geradeaus durch den Gänsbergweg aufwärts. Von hier nochmals ein letzter Rückblick hinab zur Ruine, die sich in Privatbesitz befindet und daher leider nicht besichtigt werden kann.

Von der Höhe aus öffnet sich ein wunderbarer Blick in nördliche Richtung zum Büchelberger Grat, zur Wallfahrtskirche St. Patriz zu Hohenstadt und östlich hinein in den wälderreichen Virngrund, ins Ellwanger Bergland sowie zur Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg und zum Schloss ob Ellwangen. Links im Vordergrund der schroffe Bergsturz des Mittelbergs, westlich der Heubacher Fernsehturm. Wir folgen dann dem Fahrsträßchen geradeaus und mit den Markierungen gelbes Dreieck und passieren gleich den hoch gelegenen Lauterburger Sportplatz. Wir wandern nun direkt auf den vor uns liegenden, dicht bewaldeten, 755 Meter hohen Bärenberg zu, der sich wie ein mächtiger Riegel vor das an seiner Südseite liegende Dorf Bartholomä geschoben hat.

Am Waldrand des Bärenbergs stoßen wir auf eine vierfache Wegekreuzung: rechts würde man zum Rosenstein und geradeaus über die Höhe des Bärenbergs nach Bartholomä gelangen. Der auf Feuersteinlehm wachsende dichte Nadelwald des Bärenbergs ist zu jeder Jahreszeit von vielen Naturgeheimnissen erfüllt. Dort gedeiht unter anderem die kalkfliehende Heidelbeerstaude und in den Lichtungen blühen im Sommer die hohen Glockenruten des Roten Fingerhutes. Rechts am Fuße des Bärenbergs befindet sich ein Rastplatz, von wo sich eine überraschende Aussicht bietet. Diese reicht bis zum Braunenberg mit dem dortigen Fernsehturm und weit hinaus ins Ellwanger Land mit der wiederum herübergrüßenden Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg.

Wir wandern nun auf dem Sträßchen links abwärts und gleich am Waldrand entlang. Im Vordergrund die Straße zwischen Lauterburg und Bartholomä. Bei der nächsten Waldecke, nahe des Parkplatzes an dieser Straße, gehen wir rechts und kommen bald in den Wald hinein. Links drüben auf der Höhe vor den Albuchwäldern Irmannsweiler (Gde. Steinheim). Bei der baldigen Wegegabel im Wald schreiten wir links weiter. Der stille, bequeme Waldweg am Osthang des Bärenberges bringt uns schließlich an den Ortsrand von Bartholomä heran, wir gehen jedoch geradeaus weiter. Vorbei am GEK-Zentrum kommen wir zur Wanderwegetafel am „Turnerheim“ und folgen dem Fahrweg rechts. Bald kommt von rechts die Markierung gelbes Dreieck vom Bärenberg herab und begleitet uns kurz bis zur Linksabzweigung nach Bartholomä. Wir verlassen hier an der Abzweigung nach Bartholomä den Wald und folgen dem Asphaltsträßchen rechts am Waldrand entlang in westlicher Richtung. Über Bartholomä hinweg öffnet sich bald ein schöner Block links hinüber zum Wirtsberg. Westlich von diesem erkennen wir den dicht bewaldeten Kolmannswald (727m), wo einst die sagenhafte Kolmannskapelle stand, links die Gebäude des Möhnhofs. Bei der Linksabzweigung unseres Fahrweges gehen wir dann weiterhin geradeaus am Walsaum dahin und kommen zum Parkplatz „Adelheids Stoile“.

Wir überschreiten den Parkplatz und biegen nach der großen Wandertafel rechts ein auf den Fahrweg am Waldrand entlang. Beim Strommasten wandern wir rechts in den Wald hinein und schreiten auf dem Fahrweg dahin. Nach Waldaustritt gehen wir auf dem asphaltierten Fahrweg links den sanft geneigten Hang hinaus; links der dichte Waldpelz des Uzenbergs. Bald stoßen wir erneut auf eine vierfache Wegekreuzung und erreichen gleichzeitig den vom Rosenstein kommenden, mit gelbem Dreieck markierten Wanderweg, der rechts über den Bärenberg nach Bartholomä zieht. An der Kreuzung finden wir eine Hülbe.

Wir überschreiten die Wegekreuzung und wandern auf dem Asphaltsträßchen unmarkiert geradeaus direkt auf Lauterburg zu. Später sehen wir links beim kleinen Fichtenwäldchen das Lauterburger Schützenhaus stehen. Im Ort gehen wir zunächst durch den Böhmenkircher Weg und durch den Heubacher Weg mit der Markierung Nr. 18 Ostalb/Limes. Am Beginn des Gänsbergweges rechts wandern wir links durch die Bäckergasse abwärts und zurück zum Parkplatz bei der Kirche.

Öffnungszeiten

Keine aktuellen Öffnungszeiten hinterlegt.

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