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Wanderweg

Dachsberg 25: Bergbauweg ab Urberg

Aussichtsreiche und erlebnisreiche Wanderung auf den Spuren des Bergbaus auf dem Dachsberg mit vielen Informationen zum Bergbau und zu botanischen Highlights

Der Weg ist beschildert mit dem Bergbau-Symbol Hammer & Schlägel. Er verläuft in Abschnitten parallel zum Naturlehrpfad "Rund um das Horbacher Moor".

Er führt vorbei an mittelalterlichen Verhauen und Pingen, Stellen früheren Silber-Erzabbaus entlang des Ruprechtgangzuges. Zahlreiche Infotafeln erläutern den mittelalterlichen Bergbau und die interessante Fauna.

 

Sehenswürdigkeiten am Wegesrand:

Die frühere Friedrich-August-Grube war erst Silber-, später Nickelbergwerk. Das Bergwerk wurde benannt nach Friedrich August Walchner der 1847 erstmals den Nickelgehalt der anstehenden Erze erkannte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Grube geschlossen, in den 1930oer Jahren erneut geöffnet auf der Suche nach Uran, die erfolglos war. Auf dem Gelände ist ein Naturerlebnisplatz angelegt. Es gibt Spielgeräte zum Thema Bergbau und Stein, einen wieder geöffneten Erkundungsstollen und Infotafeln zum Bergbau.

Die Friedrich-August-Grube ist seit 2005 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.  Die 9 Hektar geschützter Flächen umfassen auch drei Felsgruppen aus Gneis nördlich des Bergwerks sowie die verlandeten Bereiche des benachbarten Klosterweihers. Das Gebiet ist Teil des Fauna-Flora-Habitats "Oberer Hotzenwald". Es ist Lebensraum für hochspezialisierte und seltene Flechtengemeinschaften auf schwermetallreichen Standorten sowie einer an seltenen Pflanzenarten reichen Felsvegetation, besonders Silikatfelsen und ihre Felsspaltenvegetation. Am Klosterweiher findet sich ein arten- und strukturreiches Mosaik aus Röhricht, Großseggenried, Kleinseggenried, Zwischenmoor und Magerrasen. Die beiden Fledermausarten Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus sind hier beheimatet.

Das Horbacher Moor ist seit 1939 ein Naturschutzgebiet und heute Teil des Fauna-Flora-Habitats "Oberer Hotzenwald". Um das Moor führt ein Naturlehrpfad. Mit seiner ovalrunden Form und gleichmäßig uhrglasförmigen Aufwölbung stellt es ein typisches Schwarzwaldhochmoor dar. Das Horbacher Moor ist ein späteiszeitliches Relikt in Folge des Rückzugs des Feldberg-Gletschers vom Dachsberg.  Das Horbacher Moor gehört vegetationskundlich und floristisch zu den wertvollsten Hochmooren im Hotzenwald, z.B. mit Orchideen (Knabenkraut-Arten) und dem fleischfressende Sonnentau.

Inner-Urberg und die zu Urberg gehörenden Weiler sind aus Rodungssiedlungen entstanden, die unter dem Einfluss des Klosters St. Blasien angelegt wurden. Zum ersten Mal werden ""die Urberge"" 1237 genannt, 1289 der ""Smalenberg"" und um 1300 Schwand. Auch die Herren von Tiefenstein besassen in Urberg Rechte und Güter, die Hugo von Tiefenstein 1295 dem Kloster St. Blasien schenkte. In unmittelbarer Nähe der Ortschaft Urberg erhob sich auf dem Bildsteinfluh die Burg Bildstein. Sie wurde vermutlich ursprünglich zum Schutz des bedeutenden Bergbaus angelegt. Der Bergbau auf Silber und Blei ist schon 1328 nachweisbar und wurde bis 1835 betrieben. In der Grube ""Gottesehre"" in Oberbildstein wurde bis 1987 nach Fluss- und Schwerspat geschürft. Heute erinnert das 2002 eingeweihte ""Mineralienmuseum Gottesehre"" in Inner-Urberg sowie der Bergbaupfad bei Rüttewies an die traditionsreiche Bergwerksgeschichte des Ortes.Bereits 1318 wird die Existenz einer Kirche erwähnt. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul stammt aus dem Jahre 1816.

 

Einkehrmöglichkeiten:

Während der Tour: Landgasthof Klosterweiherhof, Abstecher, ca. 400 vom Naturerlebnisplatz entfernt, Tel. 07672/4805034, Ruhetage Montag und Dienstag. Möglich ist auch ein Schlenker ab Schmalenberg, geradeaus auf der Straße weiter, anstatt nach links in den Wald, ca. 400 m bis zum Klosterweiher. Zurück nach Wittenschwand über den parallel zur Kreistraße verlaufenden Fußweg unterhalb des Parkplatzes.

 Nach der Tour: Hotel-Restaurant Dachsberger Hof, Nähe Rathaus, Tel.: 07672/2647, Ruhetage Dienstag und Mittwoch, außer Feiertag. Öffnungszeiten Mo ab 14:30, Do - So ab 8:00

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