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Radtour

Kehler Ökumenetour

Evangelische und katholische Kirchen im südlichen Hanauerland.

Der Startpunkt befindet sich in Kehl bei der katholischen Kirche St. Johannes Nepomuk in der Gustav-Weis-Straße. Mit ihrem markanten Turm ist die „Inselkirche“ nicht zu übersehen.

Von hier aus am Rhein entlang nach Goldscheuer. In diesem südlich gelegenen Ort wartet mit der Katholischen Kirche "Maria Hilfe der Christen" eine moderne Überraschung auf.

Vorbei an der Kittersburger Mühle (Einkehrmöglichkeit) auf einer ruhigen Landstraße nach Hohnhurst, mit einer kleinen Evangelischen Kirche.

Eine schattenspendende Straße mit wenig Autoverkehr führt durch den Wald nach Hesselhurst. Hier steht eine Frauenskulptur in Hanauer Tracht vor der Kirche und trauert um Tote und Vermisste aus den Kriegen.

Über Feldwege nun nach Willstätt mit einer barocken Kirche, die seit vielen Jahren simultan genutzt wird. Das heißt, beide christlichen Kirchen feiern hier ihren regelmäßigen Gottesdienst.

Im "Mühlencafé" gegenüber des Rathauses kann eingekehrt werden.

In Sand steht eine für das Hanauerland typische Chorturmkirche.

Über Odelshofen nach Kork, wo direkt an der Bahnlinie die Katholische Kirche mit einem im Hof eingelassenen Labyrinth liegt, dessen Original sich in der Kathedrale von Chartres befindet.

In der Ortsmitte die Evangelische Kirche, eine umgebaute Chorturmkirche. Über dem Seitenportal ein aufwändiges Wappen, das auf die mittelalterlichen Herrschaftsverhältnisse unter der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hinweist.

Nicht weit von der Kirche entfernt die "Landschreiberei", ein kleines Café-Restaurant, das von der Diakonie Kork betrieben wird.

Bei Neumühl überqueren wir die Kinzig und die B 28 und erreichen wieder Kehl. Nach der Ampel über die L75 führt rechts ein Radweg in die Stadt hinein.

In der Innenstadt zwei evangelische Kirchen, die ältere Christuskirche, die durch den Umbau 2017/18 innen ein modernes Aussehen bekommen hat. Zum anderen die Friedenskirche, die prominent die Silhouette des Marktplatzes prägt.

Die katholische Kirche "St. Nepomuk" wurde 1912 in den Kehler Sand gesetzt. Auf einer ehemaligen Rheininsel gelegen ist sie die erste katholische Kirche Kehls, nachdem die nahegelegene Friedenskirche am Marktplatz ab 1851 als Simultankirche beiden Konfessionen als Gotteshaus diente.

Die St. Nepomukkirche ist ein Werk des Architekten Johannes Schroth, der in der Ortenau und darüber hinaus zahlreiche sakrale Gebäude entwarf.

Auf der Wikipepiaseite ist eine eindrucksvolle Liste seiner Bauwerke aufgeführt.  

Entlang des Rheins führt die Tour nun nach Süden. Hier haben wir mehrere Streckenvarianten zur Wahl: Entweder (auf zumeist geschotterter Piste) direkt am Rhein entlang. Hier durchqueren wir den "Jardin des deux rives - Garten der zwei Ufer", den Kehler Teil der grenzüberschreitenden Landesgartenschau von 2004. Bei gutem Wetter ist dieser Streckenabschnitt von Fußgängern stark frequentiert. Deshalb bietet sich die Alternative über die Kronenhofstraße an. Vorbei an Schwimmbad und Campingplatz erreichen wir das "Oberländerdenkmal" und radeln auf schattigem Weg weiter bis zur Kulturwehrzufahrt. Hier rechts in Richtung des Rheins, hinauf auf den Damm (oder auch davor links) auf jeden Fall nach Süden. Nach einigen hundert Metern befindet sich ein kleines Häuschen mit Informationen zur "Flachwasserzone" die hier im Zuge des Baus des Kulturwehres entstand. Ein kleines ökologisches Juwel, das gerne erkundet werden will.

Um Goldscheuer zu erreichen muss die ehemalige Bundesstraße (B36), jetzt Landesstraße (L75) überquert werden.
Auch hier bieten sich Alternativen an. Kurz nach der Infotafel zur Flachwasserzone, bei den  Schranken, muss man sich entscheiden für

Variante 1: Nach links den Damm hinunter und in der Hauptrichtung nun parallel zum Damm nach Marlen. Sofort am Ortseingang den Radweg nach rechts abbiegen und dessen Verlauf am Dorf entlang folgen. Nach wenigen hundert Metern kann die L75 überquert werden, es geht geradeaus weiter und an der Evang. Kirche und am Friedhof vorbei in die Goethestraße, von der der Pfarrweg nach rechts abgeht.

oder Variante 2: Bei den Schranken nach rechts den Damm hinab und diesem Weg weiter am Rhein entlang folgen. Nun kann man sich an der Beschilderung nach Goldscheuer orientieren, passiert den Grillplatz und erreicht die Straße "Im Wörth". Sobald die "Römerstraße" erreichte ist der Straße in den Ort hinein folgen und beim Rathaus nach links in die Merkurstraße, die direkt zur Kirche führt.

Überregionale Bekanntheit erreichte die Pfarrkirche „Maria, Hilfe der Christen“ in Goldscheuer, einem Teilort von Kehl. 

Der Offenburger Künstler Stefan Strumbel hat dieser Kirche ein unverwechselbares neues Gesicht gegeben, indem er im Jahr 2011 die Kunstform der Pop Art in die Kirchenkunst einführte.

Diese Kirche ist immer sonntags von 14:00 - 16:00 Uhr geöffnet. Im Schaukasten finden sich weitere Informationen. Außerhalb dieser zwei Stunden empfiehlt sich ein Anruf im Pfarramt der Seelsorgeeinheit Tel: 07854/221 

Wir verlassen Goldscheuer und die unmittelbare Nähe des Rheins auf der Kornstraße, vorbei an der Kittersburger Mühle (Einkehrmöglichkeit) und wenden uns dem südlichsten Dorf des Hanauerlandes, Hohnhurst zu.

Eine kleine, beschauliche Dorfkirche, die vom Evang. Pfarramt Goldscheuer aus betreut wird.

Wir folgen nun der "Endinger Straße" und erreichen durch den Wald "Hesselhurst".

Mitten im Dorf steht die Evang. Kirche, ein Werk des Architekten Heinrich Hübsch, der neben J. Schroth einer der stilbildenden Baumeister im 19. Jahrhundert. Er entwarf später das beeindruckende Westwerk des Speyrer Doms.
Hier hat er sich im Jahr 1829 jedoch mit seinem Plan gegenüber dem Offenburger Bezirksbaumeister Johann H. Voss durchgesetzt, der wiederum mit dem Bau der Illenau in Achern reüssierte.

Die Kirchen in Hohnhurst und Hesselhurst sind sonntags zu den Gottesdienstzeiten geöffnet.

Beachten Sie hier in Hesselhurst das Denkmal vor der Kirche. Eine Frau in ortsüblicher Tracht trauert über gefallene oder vermisste Brüder, Ehemänner und Söhne des Dorfes.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite folgen wir nun der "Rappengasse", lassen den Friedhof links liegen und radeln auf flacher Strecke durch das Hanauerland. In der vegetationsarmen Zeit genießt man von hier aus einen weiten Blick - sowohl in die Ebene, als auch in die Schwarzwaldhöhen, aus denen die Kinzig herabfließt, die bald erreicht ist.

Auf der Brücke überqueren wir den Fluss und geradeaus in die Sandgasse. Wir halten uns rechts, nutzen die überdachte Holzbrücke über die alte Kinzig und gleich danach links in die Einbahnstraße, die wir als Radler jedoch nutzen dürfen. Gegenüber des Rathauses befindet sich das Mühlencafé, ein Integrationsprojekt der Diakonie Kork. Drinnen wie draußen bietet sich Gelegenheit zu einer Rast. Ganz toll: An der Ecke ein Servicepunkt für Radlerbedarf mit Schlauchautomat, Luftpumpe und Ladestation für E-Bikes.

Schon von weitem hat man den Turm der Barockkirche mit dem markanten Zwiebelturm entdeckt.  Im Jahr 1756 wurde sie zum Martinstag geweiht und durchlebte in diesen über 250 Jahren eine wechsel- und schicksalhafte Geschichte. Über dem Eingang, der geöffnet ist, sehen wir ein opulentes Wappen. Insgesamt 9 Herrschaftsgebiete des "Ludovicus" sind darauf verzeichnet. Wenig demütig hat er seinen Namen in der gleichen Größe wie "Deo triuni" (dem dreieinigen Gott) schreiben lassen.

Im Inneren kontrastieren barocke Formen mit der modernen Kunst des Künstlers Jürgen Goertz. Seit 1975/76 regen seine Werke zum Nachdenken an.

Direkt neben der Kirche ein Denkmal des Johann Michael Moscherosch (1601-1669).

Wir wenden uns nun wieder der Kinzig zu, überqueren sie jedoch nicht, sondern folgen ihr am Ortsrand entlang nach links, bis kurz nach der Ortsgrenze ein geschotterter Weg nach links hinunter führt. Nach einigen Kurven stoßen wir auf den Begleitweg der Hauptstrasse, folgen ihm nach rechts und unterqueren sicher die B28 (trotzdem: auf Gegenverkehr in der Unterführung achten!) und kommen nun nach Sand zur Bartholomäuskirche.

Diese "Chorturmkirche" ist regelmäßig geöffnet. Nachdem 1975 beachtenswerte neue Fenster eingefügt worden waren, hat man nun das alte Chorfenster wieder entdeckt, lässt es aufwändig restaurieren. Es wird hinterleuchtet einen würdigen Platz nahe des Altars finden.

Weiter geht es über Odelshofen nach Kork. Zunächst zurück zur Unterführung, wir bleiben jedoch auf der rechten Seite und folgen dem Begleitweg der B28. Nach etwa 1 Kilometer nach rechts den Weg in die Felder. Nach ca. 250 Metern links halten und nach dem großen landwirtschaftlichen Gebäude auf der rechten Seite nach rechts. Die nächste Möglichkeit (nach ca. 500 Metern) nach links nach Odelshofen. Die Ortsdurchfahrt ist etwas verwinkelt. Am einfachsten ist es, wenn man bis zur Hauptstraße fährt, dann ca. 150 m nach rechts, dann in die Legeslhurster Straße und nach 300 m nach dem Mühlbach wieder links und dann geradeaus bis zur Bahnlinie. Hier links, am Bahnhof vorbei und weiter an der Bahn zur katholischen "Herz Jesu" Kirche. Steigen Sie ab und laufen zu Fuß weiter - im Hof zwischen Kirche und Gemeindehaus ist ein Labyrinth, nach dem Vorbild von Chartres, in den Boden gelegt und frei zugänglich.

Entlang der Andreas-Kratt-Straße erreichen wir die Evang. Kirche. Von außen sind die beiden Türen interessant, die jeweils Bronzearbeiten von Jo Homolka sind. Am Hauptportal die Symbole der vier Evangelisten als Türgriffe und an der Seitentür ein Notensystem mit dem Namen von (Johann Sebastian) b-a-c-h.

Die Diakonie Kork betreibt auch hier ein Café, das zur Rast einlädt. Die "Alte Landschreiberei" ist ganz in der Nähe der Kirche zu finden.

Über das Gelände der "Diakonie Kork", vorbei am Sportplatz ist es nicht weit bis Neumühl. Kaum im Ort erwartet uns eine der wenigen nennenswerten Steigungen. Links in Richtung Kehl überqueren wir die B28 und die Kinzig und lassen die Fahrräder weiterrollen, bis wir einen Kreisverkehr erreichen. Hier gibt es eine Rad- und Fußgängerampel zur sicheren Überquerung. Direkt vor der Jugendverkehrsschule beginnt nach rechts ein Radweg, der parallel der Ringstraße in die Kandelstraße führt. An deren Ende nach links in die Pfarrgasse und dort zur Christuskirche.

Sie wurde 2017/18 renoviert und strahlt in ihrer bescheidenen Einfarbigkeit eine schlichte Ruhe aus.

Ein Moment der Meditation, bevor nun als letzte Kirche die Friedenskirche auf dem belebten Marktplatz angesteuert wird. Sie diente, wir erinnern uns, bis 1912 als Simultankirche, d.h. sie wurde von katholischen und evangelischen Christen gemeinsam genutzt. Ein ökumenisches Band, das heute wieder fest geknüpft ist und mit weiteren Verbindungen auch über den Rhein hinüber nach Strasbourg, ins Elsass, ja nach Frankreich hinüberreicht.

Das Fahrrad kann man nun durch die Fußgängerzone schieben, ein Eis genießen und sich, falls man mit dem Zug angereist ist, wieder auf den Weg zum Bahnhof machen.

Highlights entlang der Route

  • Radtour

    Hanauerland-Tour (Nord)

    Die Hanauerland-Touren (Süd und Nord) verbinden Dörfer des Hanauerlands. Schilder am Dorfeingang oder Geschäfts- und Straßennamen erinnern noch heute daran.

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