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Pilgerweg

Tag 9 Jakobusweg Ansbach-Oberdischingen: "Auf dem Hochsträß" Ulm-Oberdischingen

Fleischer, Gerhilde: Jakobsweg II , Ulm – Bad Waldsee (2008), daraus mit freundlicher Genehmigung Teile entnommen.

LVA B-W, Wanderkarte Blatt 21, Herbrechtingen/Ulm, 1:35000,

LVA B-W, Wanderkarte Blatt 19, Ulm/Blaubeuren, 1:50000.

Erbach: Die Pfarrkirche St. Martin gilt als die schönste Barockkirche des Alb-Donau-Kreises [1] . Ihr bekanntestes gotisches Erbe ist die Muttergottes mit Kind (Niklaus Weckmann um 1500) und eng verbunden mit dem Kirchenneubau 1767/69. Die Stifterin, Maria Beata von Ulm-Erbach, „instituierte die jungfräuliche Muttergottes zur Haupterbin“ und testierte, dass das beeindruckende Andachtsbild an seinem Orte im Chor verbleiben solle und in einem neuen Altar komme, aber nicht anders gefasst werden dürfe. Die Fresken stammen von Fr. Martin Kuen, am Hochaltar finden wir eine Stilmischung von Spätbarock und Spätgotik, denn die Stifterin wollte das Andachtsbild, die spätgotische Muttergottes mit Kind von Niclaus Weckmann (1456 – 1527), im neuen Altar integriert haben. So steht diese gotische in sich ruhende Frau inmitten eines barocken Puttenreigens. Wir Jakobspilger werden uns auf das Deckengemälde der Heiligen Jakobus und Andreas mit ihren Insignien konzentrieren.

Im Renaissanceschloss der Herren v. Ulm-Erbach lebt heute noch die Familie im Hause. In der Eingangshalle findet sich gleich links ein muschelbesetztes asturisches Kreuz im grün-goldenen Schild der spanischen Familie von Ondarza, aus der die Gattin des Schlossherren stammt. Es wurde deren Familie durch den heldenhaften Kampf bei der Einnahme Granadas verliehen. Die Familie wurde bereits im 8. Jahrhundert beim Widerstand gegen die arabischen Eindringlinge und der Schlacht von Covadonga genannt.

[1] Lörcher-Maier, Barbara: Ulmer Kunst um lm herum (1996).

Oberdischingen wurde1148 urkundlich erwähnt, 1343 österreichisch, 1520 Belehnung der Freiherren v. Stotzingen, 1661 an die Schenk v. Castell verkauft. Franz Ludwig Schenk v. Castell (1736-1821) verdankt der Ort sein einmaliges Ortsbild in Oberschwaben. Er wurde als der Malefizschenk bekannt, weil er ein Zuchthaus einrichtete. Eine Kastanienallee, 1770 anlässlich des Brautzuges der Kaiserintochter Marie Antoinette auf dem Weg von Wien nach Paris angelegt, führt in Richtung Herrengasse. Die Häuser sind im französisch-barocken-Mansard-Stil angelegt. Die katholische Kuppelkirche „Zum heiligsten Namen Jesu“ wurde klassizistisch auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes angelegt. Im Inneren ein wertvolles spätgotisches Steinrelief Passion u. Auferstehung Christi von Meister Anton aus Blaubeuren. Gegenüber das dreiflügelige Kanzleigebäude von 1767. Im früheren Kavalierbau betreibt der Deutsche Orden ein Altenheim. Im Paterhaus von 1793 gegenüber der Dreifaltigkeitskapelle (1712) mit der Familiengruft der Schenk-Castell, befindet sich die „Schwäbische Jakobusgesellschaft“.

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