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Ortsteil

Mambach

Der Ort Mambach, Ortsteil von Zell im Wiesental, liegt 4 Kilometer talaufwärts, nördlich von Zell im Wiesental, an der Mündung des Angenbaches in die Wiese.
Die erste Erwähnung ist in einem Vergleich des Jahres 1377 nachzulesen, den Rudolf von Schönau mit dem Kloster St. Blasien wegen seiner Leute schloss, „die ze Manbach ieczo seshaft sind“ Der Ortsname leitet sich von dem Personennamen Manno ab. Mambach ist seit 1975 ein Ortsteil von Zell im Wiesental.

Erwähnenswert ist in kirchlicher Hinsicht die Kappelle „Maria Frieden“, die in exponierter Lage über dem Dorf auf Mambacher Gemarkung durch die Initiative von Pfarrkurat Eugen Thoma zum Dank für die Verschonung des Wiesentals und als Mahnung des Friedens unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg durch die Kuratie Atzenbach erbaut wurde. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts besaß die Gemeinde ein zweistöckiges Schulhaus mit Lehrerwohnung, das allerdings auch dem Dorfbrand zum Opfer fiel. Einer alten Akte zufolge ist eine Schule schon 1779 in Mambach nachweisbar. Der Bau eines Schulhauses wurde 1830 genehmigt, es stand auf dem Platz neben der „Höhli“, wo nach dem Brand die Gebrüder Graß ihr Haus auf vorhandenem Fundament errichteten.

1873 wurde das neue Schulhaus, mit Lehrerwohnung und Räumlichkeiten für die Ortsverwaltung mit einem Fest eingeweiht. 1874 wurde eine Fortbildungsschule eingerichtet, diese hatte jedoch keinen Bestand. 1911/12 wurde das Schul-/Rathaus um fünf Meter nach Westen verlängert. Seit der Schulreform besuchen die Mambacher die Grundschule in Atzenbach und die Hauptschule in Zell im Wiesental. Nachdem die Schulräumlichkeiten keine Funktion mehr hatten, wurden durch entsprechende Umbauten zu einem Gemeindezentrum verändert, das von den Vereinen ausgiebig genutzt wird.

Das Vereinswesen war von jeher sehr ausgeprägt. Während Turnverein, Gesangsverein, Radfahrerverein, Mädchenchor, Kriegerverein, Geflügelzuchtverein, Arbeiterverein und Arbeiterunterstützungsverein nicht mehr existieren, sind die Feuerwehrmusik und der Germanenverein derzeit die tragenden Vereine. Die Feuerwehrabteilung Mambach ist mit einem Löschfahrzeug ausgestattet, das in einem eigenen Feuerwehrhaus untergebracht ist. Schon 1853 wird das Spritzenhaus erwähnt, in welchem die Löschmannschaft, die sogenannten „Wilden“, ihre Geräte stehen hatten. 1880 wurde nach dem Brand des Bläsihofes und auf dringenden Wunsch der Bevölkerung hin eine „richtige“ Feuerwehr gegründet.

In frühen Zeiten lebten die Dorfbewohner überwiegend von der Landwirtschaft. Sie konnte jedoch die wachsende Bevölkerung auf Dauer nicht ernähren, was sicherlich Ursache von Armut und Auswanderung war aber auch Anlass für anderweitige Beschäftigung und Gewerbegründungen. Wichtige Rollen hierbei spielten die Köhlerei jedoch auch die Fuhrwerkerei, die hinsichtlich der Verbindung das Wiesental hinauf und vor allem in Richtung St. Blasien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war. Vier Gastwirtschaften sind nachweisbar, die älteste „das Kreuz“ an der Straße am Angenbach war verbunden mit der Mühle. Das Gasthaus zum Kranz existierte bis 1883 an der Stelle des heutigen Wohnhauses „ Am Kirchbühl 1“. Das Rößle, später Drei König genannt, sowie der Sternen sind heute Wohnhäuser. Erstaunlich ist die große Zahl von Gewerben in dem kleinen Dorf. 1853 gab es einen Bäcker, zwei Gerber, einen Metzger, einen Müller, zwei Schmiede, zwei Schneider, zwei Schuhmacher und zwei Wagner.1889 eröffnete die Zell-Todtnau-Bahn und die später einsetzende Motorisierung des Verkehrs brachte das Fuhrwesen und die damit zusammenhängenden Handwerksbetriebe größtenteils zum Erliegen.

Das im Ortsteil Saufert befindliche Kraftwerk, ehemals unter Elektrizitätswerk Zell (EWZ) firmierend, wurde 1898 erbaut. Im Zuge der Gemeindereform wurde Mambach am 1. Januar 1975 in die Stadt Zell im Wiesental eingegliedert.

Erfreulicherweise konnte die 300 Jahre alte Schmiede durch den Einsatz eines Vereins für besondere Veranstaltungen wieder reaktiviert werden.

Offizieller Inhalt von Zell im Wiesental

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