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Historisches Gebäude , Tübingen

Alte Aula

Die Alte Aula in unmittelbarer Nachbarschaft der Stiftskirche gehört zu den ersten Gebäuden nach Gründung der Universität. Das fünfstöckige Gebäude betritt man von der Münzgasse her. Man befindet sich sogleich im dritten Stock, da die Alte Aula an einen steilen Südhang gebaut ist. Hier begann die Geschichte der Universität.

Das „Universitätshaus” oder ursprünglich „aula nova” genannte Gebäude wurde 1547 anstelle der einige Jahre zuvor abgebrannten „Sapienz” erbaut. Im ursprünglich spitzgiebeligen Fachwerkhaus wurden im Dachboden Getreidevorräte als Teil der Professorenbesoldung gelagert. Als zentrales Universitätsgebäude beherbergte es Archiv, Bibliothek und Hörsäle. In den oberen Stockwerken waren der Festsaal und die Sitzungsräume, in denen der Senat tagte, akademische Grade verlieh oder Strafen über die Universitätsbürger verhängte. Anlässlich des 300-jährigen Universitätsjubiläums 1777 wurde das Gebäude mit Walmdach, Fassadenputz und Balkon im klassizistischen Stil umgebaut. 1822 wurden die Hörsäle als „unglaublich elend, dunkel, kalt” beschrieben, „jeder brachte sein Lichtstümpfchen in der Tasche mit und klebte es auf den Tisch”.

Nach langen Sanierungsarbeiten wurde die Alte Aula mit ihrem Institut für Erziehungswissenschaften 2012 wieder in vollem Umfang zugänglich. Eine Decke mit Original-Malereien von 1547 wurde freigelegt sowie ein Vortags- und Festsaal eingerichtet. Auch die ausgelagerten 60.000 Bücher der erziehungswissenschaftlichen Bibliothek fanden ihren Platz zurück auf vier Ebenen.

Mehr über die Geschichte der Universität und ihre Bedeutung erfahren Sie auf unserer Themenführung „Tübinger Universitätsgeschichte(n)”, die Sie bei uns buchen können.

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