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Historisches Gebäude, Sigmaringen

Historische Gebäude in der Karlstraße

Die Karlstraße wurde wegen ihrer Regierungs- und Beamtenatmosphäre auch »Zylindergasse« genannt. Bis heute sind in der Straße zahlreiche Behörden und Gerichte untergebracht.

Die Funktion Sigmaringens als Residenzstadt und Verwaltungsmittelpunkt eines seit 1806 souveränen Fürstentums ließ im 19. Jahrhundert an der neu geschaffenen 750 m langen Karlstraße repräsentative Behörden- und Wohngebäude entstehen, die sich von der verwinkelten Altstadt stark abheben. 

Historische Gebäude der Karlstraße:

Prinzenbau, heute: Staatsarchiv
Das heutige Erscheinungsbild mit der neoklassizistischen Fassade geht im Wesentlichen auf Umbauten in den Jahren 1872 und 1896/98 zurück. Bis 1958 wohnten Angehörige des Fürstenhauses in dem Gebäude. Seit 1980 befindet sich das Gebäude im Eigentum des Landes Baden-Württemberg. Nach aufwändigen Renovierungs- und Umbauarbeiten wurde das für den Regierungsbezirk Tübingen zuständige Staatsarchiv hier untergebracht.

Prinzessinnenpalais, heute: Verwaltungsgericht
In den 1880er Jahren war das Gebäude Wohnsitz der Prinzessin Karoline von Hohenzollern, der Schwester des Fürsten Karl Anton. Aus dieser Zeit stammt die Bezeichnung »Prinzessinnenpalais«. Das Gebäude wurde in den Jahren 1993 bis 1995 vom Land Baden-Württemberg umfassend restauriert. Es beherbergt heute Diensträume des Verwaltungsgerichts Sigmaringen.

Regierungsgebäude I, heute: Verwaltungsgericht
Nach der Abtretung des Fürstentums an Preußen 1850 diente es bis 1945 der preußischen Regierung für den Regierungsbezirk Sigmaringen (die Hohenzollernschen Lande) und wurde zur Unterscheidung vom Ständehaus (dem heutigen Landesbankgebäude), in dem ein weiterer Teil der Regierungsbüros untergebracht war, »Regierungsgebäude I« genannt. Seit 1959 ist das Gebäude Sitz des für den Regierungsbezirk Tübingen zuständigen Verwaltungsgerichts Sigmaringen.

Oberamt, heute: Polizei
Das Gebäude wurde 1843/44 nach Plänen des Fürstlich Hohenzollernschen Hofbaumeisters Gottfried Bröm errichtet. Bis 1982 diente es als Sitz des Oberamts bzw. Landratsamts Sigmaringen. Heute ist es Sitz der Verkehrspolizeidirektion des Polizeipräsidiums Konstanz und Polizeirevier der Kreisstadt Sigmaringen.

Hofkammer, heute: Amtsgericht
Das ehemalige Fürstlich Hohenzollernsche Forst- und Rentamt wurde 1846 bis 1848 nach Plänen des fürstlichen Bauinspektors Joseph Laur im klassizistischen Stil erbaut. Später war es Sitz der fürstlichen Hofkammer, deren Direktor in dem Haus auch wohnte. Vom Land Baden-Württemberg 1995/97 umfassend saniert und erweitert beherbergt das Gebäude heute das Amtsgericht.

Evangelische Stadtkirche
Der Preußische Oberhofbaurat Friedrich August Stüler, Schüler und Nachfolger Karl Friedrich Schinkels, plante und leitete 1861/1862 den Bau der steinsichtigen evangelischen Stadtkirche im neogotischen Stil. Kirche, Pfarrhaus und Gemeindehaus sind Zentrum der großflächigen Evangelischen Kirchengemeinde Sigmaringen.

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