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Gartenanlage, Überlingen

Stadtgarten Überlingen

Der Überlinger Stadtgarten zählt durch die Artenvielfalt und die harmonische Verbindung von ungestalteter und gestalteter Natur zu den bedeutendsten botanischen Gärten der Vierländerregion Bodensee.

Die klimatisch begünstigte Lage am Fuße der Molassefelsen lässt auf engem Raum mediterrane und exotische Pflanzen gedeihen. Seine Entstehung verdankt der Stadtgarten dem Wunsch der Stadt, den im Lauf des 19. Jahrhunderts zahlreicher werdenden Kur- und Badegästen einen attraktiven Park bieten zu können. 1875 erhielt der Schlossgärtner von Heiligenberg den Auftrag, auf dem westlich der Stadt gelegenen Reb- und Gemüseland einen Garten anzulegen. Die ersten Pflanzen kamen von der Insel Mainau, wo es seit 1855 einen großherzoglichen Park gab.

Zwischen Parkhaus West und dem hoch aufragenden Gallerturm (1502/03) schlängelt sich der Fuchsienweg am Fuß der mächtigen Stadtmauer entlang. Der von unterschiedlichen Fuchsienarten in Form von Sträuchern und Bäumchen gesäumte Weg führt die Besucher in den Stadtgarten.

Im östlichen Teil der Parkanlage überraschen imposante Baumriesen und botanische Raritäten wie Riesenlebensbaum, Flusszeder, japanische Schirmtanne, Scheinzypresse, Sumpfzypresse und der echte Feigenbaum. Ein paar Schritte weiter laden Ruhebänke am Rondell um den malerischen Springbrunnen zur Rast ein. Beim Plätschern des Brunnenwassers kann man von hieraus hellgrüne Magnolien und Bananenstauden vor ausladenden Buchen bewundern. 

Vorbei an bewachsenen Laubenbänken und bunten Blumenbeeten gelangt man in den Rosengarten, der sich im neueren Teil des Stadtgartens befindet. Er wurde 1939 im französischen Stil mit geometrischen Beeten und Wegen sowie zwei Bassins angelegt. Zur Blütezeit betören Edelrosen wie „Gloria Dei“, „Duftwolke“ oder „Sutter‘s Gold“ mit ihrem Duft die Sinne. Lauschige Nischen rund um die Rosenbeete laden zum Verweilen und Genießen ein. Neben den Rosen finden sich hier auch seltene Blütensträucher wie die Radspiere und der chinesische Flieder sowie zahlreiche Kletterpflanzen. Im Frühling, wenn es von Fröschen und Molchen bevölkert wird, ist das rechteckige Bassin ein besonderer Anziehungspunkt für Jung und Alt. Dann blühen auch auf dem Wiesenhang oberhalb des Rosengartens zahllose Narzissen. 

Die Gestaltung des westlichen Teils des Stadtgartens geht auf die 1950er Jahre zurück. Kurz nach dem Rosengarten ist ein schön gewachsenen Ginkgobaum zu bestaunen – ein Geschenk der sächsischen Stadt Bad Schandau zum zehnjährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Überlingen. Im Arboretum finden Sie eine Reihe von Besonderheiten, wie z. B. Atlaszeder, Araucaria, Urweltmammutbaum, Judasbaum und Taschentuchbaum.

Wer den Aufstieg in den oberen Teil des Stadtgartens - entweder über die steile Teufelstreppe im Westen oder über serpentinenförmig angelegte Wege im hinteren Teil des Parks - nicht scheut, wird mit einem herrlichen Blick über die Altstadt und den Bodensee belohnt. In unmittelbarer Nähe des mehr als 120 Jahre alten gusseisernen Pavillons lassen das so genannte „Hexenhäusle“ – eine Einsiedelei im norwegischen Stil aus dem Jahr 1905 – und das weiter im Waldinnern gelegene Wildgehege nicht nur Kinderherzen höher schlagen.

Themenweg in der Nähe

Überlinger Gartenkulturpfad

Der Überlinger Gartenkulturpfad verbindet auf rund vier Kilometern Länge die schönsten Parks und Gärten der Stadt miteinander. Wunderbare Ausblicke über den See und die historische Altstadt wechseln mit grünen Oasen der Ruhe. Herzstück des vollständig ausgeschilderten Rundwegs ist der unter Denkmalschutz stehende Stadtgarten.

Offizieller Inhalt von Überlingen am Bodensee

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