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Fachwerkhaus, Eppingen

Erkerhaus / Metzgergasse in Eppingen

Metzgergasse

Malerisches Seitengässchen im Areal der im 16. Jahrhundert ausgebauten westlichen Vorstadt: Hier gingen damals die Eppinger Metzger ihrem Handwerk, eingebunden in die Zunft, nach. Viele leisteten unter der Aufsicht ihres Zunftmeisters „zünftige“ Arbeit; wer dazu nicht bereit oder fähig war, dem wurde das „Handwerk gelegt“. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich das Haus Nr. 7a (1601). Dieses in Schilfsandstein untersockelte Erkerhaus mit farbigen Schnitzereien im zweiten Obergeschoss zeigt Renaissancefachwerk vom Feinsten und weist auf einen reichen Erbauer hin.

1749 wurde „von des Posthalter Raußmüllers Hof“ (Alte Post am Marktplatz) ein Stein ins Fenster der „Jüdischen Schul“ in diesem Hause, das dem Löw Mayer gehörte, geworfen. Hier ist also eine frühe Eppinger Synagoge belegt. Zudem befand sich im Parterre dieses Hauses ein jüdisches Schächt- und Schlachthaus. Die Zusammenarbeit zwischen jüdischen und christlichen Metzgern in dieser Gasse war als vorbildlich beschrieben.1772 wurden Teile der „Schule“ in die „Alte Synagoge“ in der Küfergasse 2 verlegt. 1896 ersteigerte Metzgermeister Karl Feeser das Haus aus dem Nachlass des verstorbenen Moritz Eppinger, des letzten jüdischen Metzgers. Am 1. Oktober 1900 erwarb Jakob Friedrich Hofmann das Anwesen.
„Un ebbes Bsunders“ - Unter diesen Fachwerkgebäuden befinden sich eindrucksvolle, tiefe, gewölbte Keller. Hier lagerten die Metzger im Winter in den außerhalb der Stadt an Bächen angelegten Eisweihern gebrochenes Eis zur Kühlung ihrer Waren ein. Diese Eisvorräte reichten dann bis in den folgenden Sommer. Noch bis in die 1950er Jahre kühlte Metzgermeister Werner Hofmann auf diese Weise seine Produkte.

 

Erkerhaus

In der engen Metzgergasse steht das Erkerhaus (1601 erbaut). An diesem Haus sind zur Vergrößerung der Wohnfläche erkerartige Fachwerkstöcke weit über das Erdgeschoss herausgezogen. Dieses in Schilfsandstein untersockelte Gebäude mit farbigen Schnitzereien im zweiten Obergeschoss zeigt Renaissancefachwerk "vom Feinsten" und weist auf einen reichen Erbauer hin. Das Erkerhaus wurde im Obergeschoss als jüdische Schule genutzt. Im Erdgeschoss befand sich das jüdische Schächt- und Schlachthaus neben einer christlichen Metzgerei.

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