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Brunnen , Radolfzell

Kappedeschle-Brunnen

Der Kappedeschle-Brunnen wurde 1977 von Robert Seyfried erbaut und zeigt mit dem "Kappedeschle", dem "Schnitzwib", dem "Hänsele" und dem "Holzhauer" Figuren der Radolfzeller Fasnacht.

Geschichte des Kappedeschle: Die Hoffnung, in der 1848/49er Revolution Freiheit und die Einheit Deutschlands zu erringen, machte das Eingreifen preußischer Militärs endgültig zunichte. Auch in Radolfzell quartierten sich Ende Oktober 1849 die Preußen ein und blieben bis November 1850. Durch den preußischen Einfluß in der Stadt, wurde die Fastnacht verboten. Da faßte sich der Radolfzeller Rebwart Xaver Deschle den Mut, beim Stadtkommandanten die Erlaubnis zu erbitten, "wenigschtens maschgiert zum Kriizschtok usigucke z'dürfe" (wenigsten maskiert zum Kreuzstock herausschauen zu dürfen). Huldvoll wurde ihm dieses gewährt. Der wegen seiner mit Vorliebe getragenen Kopfbedeckung "Kappedeschle" genannte Schalk baute sich aus Kistenbrettern einen Kreuzstock, bemalte ihn und ließ auch die Vorhänge nicht weg. Sodann schlüpfte er in ein Narrenhäs und rannte von einer großen, fröhlich lärmenden Kinderschar gefolgt durch die Gassen. Dem von seealemannischer Bauernschläue überlisteten preußischen Kommandanten blieb nichts anderes übrig, als gute Miene zum Fastnachtsspiel zu machen.

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