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Biotop, Calw

Von Menschen beeinflusst - Calws Klima

Unser Weg führt uns vom Unteren Marktplatz hinauf durch die Salzgasse und den Stadtgarten zur Schillerstraße. Dort biegen wir rechts ab und erreichen nach wenigen Metern die "Hundert Stäffele". Der Schwarzwald liegt hinter, die Stadt vor uns. Am Horizont auf der anderen Seite der Nagold sind die Muschelkalkhänge des Heckengäus zu sehen. Neben dem lokalen Klimamacher Stadtgarten demonstrieren wir Ihnen an diesem Platz das Klima Calws in seiner Gesamtsicht.

Klimatisch gesehen sind Städte Wärmeinseln. Durch die Bebauung wird Luft abgebremst und kommt zum Stillstand. Über kahlen Oberflächen wird der Ausgleichsfaktor Wasser schnell verbraucht. Wärmequellen von Menschen, zum Beispiel Motoren und Heizungen tragen dazu bei. Warme, stehende Luft hat große Nachteile: Der Sauerstoffgehalt nimmt ab, der Anteil an Staub und Schadstoffen zu. Also muss kalte Luft her. Calws Lage im engen Tal quer zur Hauptwindrichtung erschwert jedoch die Frischluftzufuhr. Die Wälder der Umgebung haben eine wichtige Filter- und Luftaustausch-Funktion. Sie tauschen verbrauchte CO2- angereicherte Luft gegen frische O2-reiche Luft aus. Doch für eine Zirkulation in die Innenstadt reicht das nicht aus, denn die Wälder kühlen die Luft nicht genügend ab. Wiesen- und Ackerflächen sind dafür besser geeignet. Sie geben die tagsüber aufgenommene Wärme nachts weitgehend ab. Für den Abfluss der schwereren Kaltluft ins Tal sind also Freiflächen in Hanglage notwendig.

Klimaschutz: Global denken - lokal handeln

Trockenperioden, Überschwemmungen, Stürme – die meisten Klimaforscher sind sich einig, dass der Klimawandel längst im Gange ist. Hauptsächlich hervorgerufen durch die direkte oder indirekte übermäßige Kohlendioxid- und auch Methanproduktion der Menschen. CO2-Emissionen aus dem Verkehr, der Industrie und den Haushalten tragen auch in Calw zum Anstieg der Kohlendioxidwerte und somit zum menschlich verursachten Klimawandel bei. So hat jeder einzelne einen sogenannten ökologischen Rucksack, den er mit sich herumträgt. Wie groß dieser ist, wird durch unser Verhalten und unseren Konsum bestimmt. In diesem Rucksack tragen wir neben der persönlichen CO2-Bilanz auch virtuelles Wasser mit uns herum. Denn zur Herstellung von Produkten, die wir konsumieren, wird Wasser benötigt. Was kann man also tun, um Wasser und CO2 einzusparen? Die nachhaltige, ökologische Produktion von Lebensmitteln, Konsumartikeln, Strom und Wärme wäre ein großer Schritt. Aber auch jeder Einzelne kann durch das Überdenken und schrittweise Ändern des eigenen Handelns und Konsums etwas bewirken, frei nach dem afrikanischen Sprichwort: „Viele kleine Schritte von vielen kleinen Menschen in vielen kleinen Ländern können die Welt verändern“.

Umwelt und Natur erleben

Hören - Unser zweiter "Hör-Punkt" oben an der Schillerstraße vermittelt ein neues akustisches Erlebnis. Anders als beim ZOB stehen wir eher am Rande des Geschehens. Von hinten die klanglich wohltuende Naturkulisse. Die Stadtgeräusche sind relativ weit weg.

Sehen - Sehen Sie sich die Umgebung Calws genau an. Wo sind Luftaustauschflächen? Wo verhindern Siedlungen den Lufttransport? Wo kann kalte Luft ins Tal abfließen? Achten Sie auf die Emissionen, aufsteigenden Dampf und Rauch aus Kaminen. Wo ziehen diese hin? Wenn Ihr Blick über Calw hinausgeht, landet er im Muschelkalk. Sie sehen sanft geschwungene Hügel mit flachen Tälern. Der tief zerklüftete Buntsandstein-Schwarzwald liegt hinter Ihnen.

Fühlen - Können Sie hier einen Luftzug spüren? Und wenn ja, wo kommt er her? Es kann kühlere hereinziehende Luft von den Hängen sein. Oder es sind die Nagold begleitenden Winde.

Offizieller Inhalt von Calw

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