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Tipps und Tricks für entspanntes Zugfahren mit Kindern.

Reisen mit Kindern? Nicht schwierig – nur anders! Familien-Bloggerin Antje kennt sich damit bestens aus: Auf ihrem Blog „Mee(h)r erleben” dreht sich alles um kinder- und familientaugliche Ausflugsziele, vor allem in Baden-Württemberg. Hier gibt sie ihre wichtigsten Tipps zum entspannten Reisen mit Kindern in der Bahn.

Zwei Mädchen am Bahnsteig vor einem bwegt-Zug.

Bild: Antje Gerstenecker

In Baden-Württemberg gibt es so viel zu entdecken. Gerade auf Wanderungen kann man die Vielfalt und die Schönheit der Natur besonders intensiv erleben. Viele Wanderziele sind bequem mit der Bahn zu erreichen – entspannter kann die Anreise nicht sein. So haben wir einen erlebnisreichen Familienausflug in den Schwarzwald unternommen und sind auf den Spuren des neuen bwegt-Wanderführeres „Wandern mit der Bahn“ um den Titisee gewandert.

Damit das Zugfahren mit Kindern reibungslos verläuft, habe ich einige persönliche Tipps zusammengestellt:

Kinder spielen auf einem Holzstapel im Wald.

Ein Ausflug in die Natur macht Kindern Spaß. Und auch die Zugfahrt ist für die meisten ein tolles Erlebnis. Bild: Antje Gerstenecker

Übersicht: Tickets für Kinder und Familien

Ideal für einen Familienausflug ist das Baden-Württemberg-Ticket. Es ist für alle Verkehrsverbünde im Ländle gültig und man kann damit einen Tag lang beliebig viele Fahrten in allen Regional- und Nahverkehrszügen, Stadtbahnen, Straßenbahnen und Bussen unternehmen.

Das Baden-Württemberg-Ticket kostet 24 Euro für eine Person. Bis zu vier weitere Personen können für jeweils 6 Euro mitfahren.

Grundsätzlich gilt im BW-Tarif: Kinder unter 6 Jahren reisen kostenlos und benötigen keine Fahrkarte. Kinder von 6 bis einschließlich 14 Jahren reisen kostenlos, wenn sie von mindestens einem Eltern- oder Großelternteil, bzw. von ihrem Vormund begleitet werden und diese Person einen Einzelfahrschein erworben hat. Die Zahl der mitreisenden Kinder muss beim Kauf auf dem Fahrschein eingetragen werden.

Eine Platzreservierung ist in den Regionalzügen nicht möglich und es gibt keine Kleinkinderabteile.

Wir kaufen die Tickets grundsätzlich vorab online. Da können wir ganz in Ruhe den passenden Tarif auswählen und vermeiden den typischen „Stress-in-letzter-Minute“ am Bahnhof.

Ein kleines Kind steht an den noch geschlossenen Türen eines Zugs.

Wichtig: Kleine Kinder beim Ein- und Umsteigen immer im Blick behalten. Bild: Antje Gerstenecker

Aufgepasst: Einsteigen und Umsteigen mit Kindern

Wer mit Kinderwagen unterwegs ist, sollte schon beim Einsteigen auf das Kinderwagensymbol an den Wagen achten. Dort sind Plätze für Kinderwagen vorgesehen. Dass ein Platz frei ist, ist nicht garantiert, deshalb ist es gut, wenn man mit einem klappbaren Kinderwagen unterwegs ist.
Am Bahnsteig darauf achten, dass die ganze Familie gemeinsam einsteigt. Kinder am besten an die Hand nehmen. Auf keinen Fall sollte man die Kinder schon in den Zug einsteigen lassen und noch „kurz“ auf dem Bahnsteig die Sachen zusammensammeln etc.

Wir hatten tatsächlich schon einmal den Fall, dass wir in New York noch schnell in einen Zug einsteigen wollten, der bereits am Bahnsteig stand. Das erste Kind war im Zug, die Tür schloss sich und – zack – waren Zug und Kind weg. Wir konnten nur noch durch Zeichen ausdrücken, dass es beim nächsten Halt aussteigen und warten soll. Zum Glück war unser Kind mit 14 Jahren schon etwas älter und sprach gut Englisch – so dass es wir wenige Minuten später wieder vereint waren.

Unser Tipp: Vorab mit den Kindern klären, was in so einem Fall zu tun ist – Schaffner oder eine andere Familie ansprechen. Bei der nächsten Station aussteigen und dort einen Mitarbeiter ansprechen bzw. warten. Die wichtigsten Infos für den Fall, dass ein Kind bei der Bahnreise verloren geht, gibt es hier.

Mädchen im bwegt-Zug liest ein Buch.

Ein kleines Buch oder ein Kartenspiel sorgen vor allem bei längeren Fahrten für willkommene Abwechslung bei den kleinen Fahrgästen. Bild: Antje Gerstenecker

Gut ausgerüstet: Was gehört ins Gepäck?

Aktuell gilt auf Bahnsteigen und in Zügen Maskenpflicht – Kinder unter 6 Jahren sind davon befreit.

  • Gute Dienste leistet eine kleine Tasche, in der die wichtigsten Dinge schnell griffbereit sind: Bahntickets, Pässe, Taschentücher, Desinfektionstücher, Erste-Hilfe-Set, etc.
  • Am besten nimmt jedes Familienmitglied einen Rucksack mit, in dem Jacke, Mütze, Vesper, Spielsachen etc. verstaut werden können.

Sollte ein Familienmitglied unter Reiseübelkeit leiden, ist es gut entsprechend vorzusorgen – wir schwören dabei auf Akupressur-Armbänder.

Für die Kleinen Vesper nicht vergessen

In den Regionalzügen ist keine Verpflegung erhältlich und auch an den Umsteigebahnhöfen gibt es nicht immer die Möglichkeit etwas zu kaufen. Deshalb sollten genügend Getränke (idealerweise Wasser, das verursacht keine Flecken und klebt nicht, wenn mal etwas verschüttet wird) und Verpflegung mit im Gepäck sein.

Kinder blicken gebannt aus dem Zugfenster.

Der Blick aus dem Zugfenster fesselt kleine Kinder. Für noch mehr Entertainment sorgen passende Spielsachen im Gepäck. Bild: Antje Gerstenecker

Beschäftigung: So wird’s nicht langweilig

Zugfahren ist vor allem für kleine Kinder aufregend und beim Blick aus dem Fenster gibt es viel zu entdecken. So kann man gemeinsam Ausschau nach Tieren oder anderen Besonderheiten halten – der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Eine ideale Beschäftigung sind kleine Spiele wie z. B. „Ich sehe was, was du nicht siehst“, „Tiere, Autos, Züge etc. zählen“ usw.

Sollte der Blick aus dem Fenster uninteressant werden ist es gut, kleine Bücher, einen Rätselbock, ein Stickerbuch, ein kleines Malbuch, eine Zaubertafel, ein Kartenspiel etc. dabeizuhaben. Wer länger unterwegs ist, kann die Kids auch mit Hörspielen oder einem Film auf dem Handy oder Tablet beschäftigen (Kopfhörer und Ladekabel nicht vergessen). Bitte nichts Kleinteiliges mitnehmen – wer schon mal unter dem Sitz nach Legoteilen, Flummis oder Spielfiguren suchen musste, weiß was ich meine…

Gemeinsame Familienzeit bewusst genießen

Das Beste am Reisen mit der Bahn ist, dass Zeit füreinander zu haben. Keiner muss sich aufs Fahren konzentrieren und man hat beide Hände frei. So kann man das Zugfahren mit Kindern für gemeinsames Spiele und Gespräche nutzen – und ganz entspannt den Blick auf die vorbeiziehende Landschaft genießen.

Magazin-Artikel veröffentlicht am 01.07.2021

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