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Insta-Wunschkonzert: Wie schaffen wir nachhaltige Mobilität?

Ein klimafreundlicher Verkehrsmix? Manchen heute noch zu unbequem, unpraktisch, das Angebot nicht attraktiv genug. Die beiden Instagrammer Janina und Gerd aus Baden-Württemberg haben sich umgehört: Was müsste sich ändern, damit nachhaltige Mobilität vom „mal sehen“ zum „auf jeden Fall“ wird?

Ein Mann schiebt an einem sonnigen Tag sein Fahrrad an einem am Bahnsteig stehenden bwegt-Zug vorbei.

Quelle: Gerd Hagge von @gerdoblaster

Ohne Auto in der Autostadt unterwegs

Schon seit sieben Jahren bewegt sich Janina von @janisview ausschließlich mit Bus und Bahn in der Kesselstadt fort. Ihr Auto hat die sportliche Art Direktorin nämlich verkauft – ganz bewusst. „Seitdem ich hier in Stuttgart arbeite, fahre ich ausschließlich mit der Bahn zur Arbeit“, erzählt sie.

Janina läuft auf dem Gehweg, während in der Mitte der Straße eine Stuttgarter U-Bahn schnell an ihr vorbei fährt.

Seit sieben Jahren mit dem ÖPNV von A nach B: Janina von @janisview. Quelle: Janina Wenzel von @janisview

Für die Zukunft wünscht sie sich viele weitere Nachahmer und ist damit nicht allein. Auch ihre Community treibt um, wie sich die Möglichkeiten zur klimafreundlichen Fortbewegung entwickeln werden – und hat viele spannende Vorschläge, um den Nahverkehr in Zukunft noch bequemer, praktischer und günstiger zu machen.

Spannende Ideen – und manche schon Realität
Klar ist: Komfort und Preis sind der Community wichtig. Aber auch die eigentlichen Klimavorteile des ÖPNV sollen noch mehr im Mittelpunkt stehen, findet sie.

Ein Selfie von Janina: Sie trägt einen grauen Pullover und hat blonde lange Haare.

Findet Janina prima: Einige Ideen ihrer Follower für einen attraktiveren Verkehrsmix sind bereits Realität. Quelle: Janina Wenzel von @janisview

So schlagen Janinas Instagram-Follower beispielsweise ein Studi-Ticket für ganz Baden-Württemberg und einen garantierten Sitzplatz in der Bahn vor – aber auch alternative Antriebsstoffe wie Wasserstoff.

Tolle Anregungen und Wünsche, die bald schon Realität sein könnten! So wird es bald Apps geben, die voraussagen können, wie die Zugauslastung in 24 Stunden sein wird. Dank Big Data können wir dann also leicht entscheiden, ob wir die frühe Bahn nehmen oder lieber nochmal auf die Snooze-Taste drücken.

Und auch beim Thema alternative Antriebsstoffe gibt es richtig gute Neuigkeiten: Derzeit arbeiten die DB und Siemens am Mireo Plus H, einem Regionalzug, der mit 0,0 Emissionen auskommen soll. Echt klasse, oder!?

Gerd schiebt sein e-Bike an einem am Bahnsteig stehenden bwegt Zug vorbei, die Sonne scheint.

Aufgesattelt: Gerd von @gerdoblaster hat sich für ein e-Bike entschieden – bei längeren Strecken setzt er auf die Radmitnahme im ÖPNV. Quelle: Gerd Hagge von @gerdoblaster

Mit E-Bike und Öffis ins Umland

Familienvater Gerd aus Tübingen ist als @gerdoblaster auf Instagram vertreten. Der unaufhörlich voranschreitende Klimawandel beschäftigt ihn stark und er findet „wir müssen alle umdenken und uns überlegen, wie wir uns in Zukunft verhalten“.

Für sich selbst hat er diese Frage bereits teilweise beantwortet. Dank eines E-Bikes kommt er bei Wind und Wetter auf jeden noch so steilen Berg. Und freut sich zudem, dass die Radmitnahme in Bus und Bahn oft kostenlos ist.

Für die Zukunft wünscht sich der Tübinger, dass mehr Menschen aufs Rad umsteigen und bei langen Strecken den ÖPNV nutzen. Auch Gerds Community zieht mit und schlägt mitunter den Ausbau von sicheren Radwegen, kostenlose Räder an jeder Haltestelle und mehr Carsharing-Angebote vor.

Verkehrsmittel noch besser verknüpfen

Wir sehen: Angebote wie E-Bikes, Car-Sharing und verfügbarer, komfortabler Nahverkehr müssen noch besser unter einen Hut gebracht werden. Dann macht der nachhaltige Verkehrsmix auch Spaß – und fällt nicht nur den überzeugten Klimaschützern leicht, sondern auch denen, sie einfach praktisch von A nach B kommen möchten.

Magazin-Artikel veröffentlicht am 17.02.2021

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